1 FILM, 2 MEINUNGEN: REVIEW ZU WONDER WOMAN (Kinostart: 15.06.2017)

Von Beate Geibel und Valerie Vogel

Kurzinhalt von WONDER WOMAN

Vor ihrem Siegeszug als Wonder Woman wurde die Amazonenprinzessin Diana zu einer unüberwindlichen Kriegerin ausgebildet. Erst von einem notgelandeten amerikanischen Piloten erfährt sie von den fürchterlichen Konflikten im Rest der Welt. Daraufhin verlässt sie ihre Heimat, weil sie überzeugt ist, dass sie der bedrohlichen Situation Herr werden kann. In dem Krieg, der alle Kriege beenden soll, kämpft Diana an der Seite der Menschen, entdeckt allmählich ihr volles Potenzial … und ihre wahre Bestimmung.

Was Valerie sagt… 

Nach dem sehr enttäuschenden Batman v Superman soll es nun Wonder Woman richten, das Kinouniversum von DC zu retten. Nicht nur an den Kinokassen, sondern auch im Herzen der Comicfans. Das israelische Ex-Model Gal Gadot („Fast & Furios“) konnte sich bereits gegen Batman und Superman behaupten und war für Kritiker mit das Beste am Zusammentreffen der DC-Superhelden. Nun erhält also endlich eine weibliche Superheldin ihren ersten eigenen Film und wir können alle glücklich darüber sein.

Unter der Regie von Regisseurin Patty Jenkins („Monster“) erleben wir nicht nur die Entstehungsgeschichte der Amazone, sondern greifen auch mit ihr und ihren Sidekicks – allen vorweg Chris Pine als Steve Trevor – ins Kampfgeschehen des 1. Weltkriegs ein. Auch wenn eine Länge von 141 Minuten dem Film vor allem am Anfang nicht Zugute kommt, so ist Wonder Woman in London und im Stellungskrieg des frühen 20. Jahrhunderts ein wahrer Augenschmaus. Die 32-jährige Gal Gadot überzeugt als naive Fremde in dieser Welt, aber auch als mächtige Halbgöttin im actiongeladenen Kampf unter der emotionalen Regie von Jenkins.

Fazit: Trotz Längen, einem etwas schwammigen CGI und einem wenig überzeugenden Endkampf macht „Wonder Woman“ wahnsinnig Spaß. Wenn Gal Gadot in glitzernder Rüstung aus den Gräben des ersten Weltkriegs steigt, bleibt keine Auge trocken – bei Fanboys und Frauen, die endlich eine Superheldin in ihrem ersten eigenen Film zu sehen bekommen.

8,5/10 Punkten.

Was Beate sagt…

Die ersten 25 Minuten, die komplett in der Amazonen-Welt spielen, fand ich gut bis sehr gut. Vor allem die Kampfszenen, die aussahen als entsprängen sie alten Gemälden, waren, was Choreographie und Look angeht, beeindruckend.

Nur leider beginnt dann die Liebesgeschichte und die ganze bis dato kernige Frauenpower-Nummer gleitet in seichte Cliches ab und wird zu kitschigem 70er Jahre B-Movie-Trash mit besseren Effekten.

Wenn man schon versucht der weiblichen Hauptfigur irgendeinen post-feministischen Anstrich zu geben, dann doch bitte vorher mal kurz bei Buffy, Ripley, Lisbeth Salander, River Tam, Trinity, Veronica Mars, Sarah Connor, Jessica Jones, River Song, Black Widow und Zoe Washburne vorbeischauen.

DAS sind Weiber mit Format, Mut, Herz, Verstand und Humor. Dagegen ist die neue „Wonder Woman“ nur ein laues Lüftchen, das mich weder gefesselt, geschweige denn emotional berührt hat.

Fazit: 4/10 Punkten

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