LOST IN SPACE (c) Netflix

1 Serie, 2 Meinungen: Lost in Space Staffel 2 (NETFLIX)

Von Beate Geibel und Ricarda Eichler

Zum heutigen Weihnachtsfest lässt NETFLIX noch die zweite Staffel von LOST IN SPACE springen. Wer sich nach dem Braten also einfach etwas zurücklehnen und berieseln lassen möchte wird hier gut versorgt. Beate und ich haben das für euch schon mal geprüft!

Zum Inhalt von LOST IN SPACE S2

Nach den eher isolierten Verhältnissen aus Staffel 1 sind die Robinsons in Staffel 2 nicht mehr ganz so Lost und alleine. Zurück in Gesellschaft lassen sich einfach mehr Geschichten erzählen. Diese drehen sich erneut um außerirdische wie menschliche Bedrohungen sowie das einfach menschliche Zusammenleben einer halben Bilderbuchfamilie (zumindest nach außen).

Wer nochmal auffrischen will findet hier noch unsere Review zu Staffel 1.

Was Beate sagt…

Ich mag Abenteuergeschichten, mitunter auch solche, bei denen “Die Guten und Die Bösen” von Anfang an klar definiert sind und bei denen eine einfache Geschichte erzählt wird. Spielt das Abenteuer dann auch noch im Weltraum, dann macht mir das umso mehr Spaß.

Lost in Space ist auch in der zweiten Staffel genau das, eine reine Abenteuergeschichte, mit simplen Mitteln erzählt, die im Weltraum spielt. Mehr passiert da tatsächlich nicht, denn Lost in Space bleibt auch in der zweiten Runde, pures Format-Fernsehen, das einer immer gleichen Struktur folgt.

Eine Familie die trotz Widrigkeiten zusammenhält, sich über Teamwork definiert und in bester Mac Gyver Manier, jedes noch so hanebüchen konstruierte Problem löst. Es gibt keine Weiterentwicklung der Figuren mit einer Ausnahme Mrs. Smith, der Schurkin der Serie, die sie auf den Pfad der Läuterung schicken.

Die Zielgruppe dieser Serie sind ganz klar Familien, die unterhalten werden wollen, denen die ständigen Wiederholungen und immer gleichen Abläufe nichts ausmachen und die sich an den hölzernen Dialogen nicht stören. Ich hab mich gelangweilt und bin enttäuscht, dass man nicht mehr Mut hatte, die Geschichte neu zu erzählen.

Ein gutes Beispiel, wie es auch anders gehen kann, das es sehr wohl möglich ist, Unterhaltung auf ein hohes Niveau zu heben, ist aktuell “His Dark Materials”. Fazit: Gleichförmiges Familien Entertainment, ohne echte Überraschungen, ohne Veränderungen und ohne Mum.

Fazit: 5/10 Goldblums

Was Ricarda sagt…

Überwiegend kann ich mich meiner Vorrednerin da nur anschließen. Die Case of the week Struktur langweilt schnell. Sie ist bequem und simpel. Man weiß eigentlich immer genau was man bekommt. Hier werden keine Risiken eingegangen. Niemand relevantes würde in diesem Format jemals sterben. Die Rollen bleiben stehts gleich verteilt, bloß keine Veränderung!

Die von Beate angedeutete Redemption Arc um Dr. Smith sehe ich nicht mal. Für mich bleibt sie weiterhin eine Intrigantin die stehts nur um sich bemüht ist. Wenn sie den Robinsons mal hilft dann nur wenn für sie irgendwas raus springt am Ende.

Das Format ist nett anzusehen und man kann es getrost nebenher laufen lassen, aber Spannung kommt nie wirklich auf. Vielleicht war das ja aber auch der Anspruch: einfaches Entspannungs-TV für die Festtage. Ich würde glatt sagen „Heile-Welt-TV“. Klar passiert hier und da etwas katastrophales – doch man weiß ohnehin: die Robinsons werden das schon wuppen. Ich glaube, wäre ich auf der Resolute, ich würde diese Bilderbuchfamilie mega hassen. Die drängen sich ständig irgendwie in den Vordergrund und lösen jedes Problem. Niemand mag perfekte Menschen.

Uff, das klang jetzt alles böser als ichs eigentlich meine. Mein Fazit wäre: kann man machen, muss man aber auch nicht. Da kann man gut nebenbei den alten Quizduell-Account wiederbeleben! 😉 Ich geb da mal 5/10 Punkten – weil Weihnachten und so.

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