2. REVIEW: „HIGH-RISE“ mit Tom Hiddleston (ab 30. Juni 2016 im Kino)

Von Tatjana Paige Müller

Inhalt

Nach seiner Scheidung zieht der dreißigjährige Dr. Robert Laing (Tom Hiddleston) in ein ungewöhnliches Hochhaus. In den einzelnen Etagen werden die Bewohner nach niederer Klasse, Mittelklasse und Oberschicht unterteilt. In den oberen Stockwerken haust die Upperclass, während sich Familien mit den unteren Geschossen zufrieden geben müssen. Laings Appartement befindet sich im mittleren Bereich. Bald macht er nicht nur die Bekanntschaft des Fernsehjournalisten Richard Wilder (Luke Evans), der im zweiten Stock wohnt, sondern auch die des Architekten und Schöpfer des Hochhauses, Anthony Royal (Jeremy Irons), der erhaben über allen ganz oben residiert. Je länger Laing in dem Appartement haust, desto deutlicher spitzen sich die Konflikte zu, die unter der Oberfläche rumoren. Bei einem Stromausfall schlagen die Auseinandersetzungen dann in offene Gewalt um und es entsteht Anarchie. Laing steht plötzlich vor einer folgenschweren Entscheidung. Denn als Wilder Royal stürzen will, muss er Farbe bekennen…

Fazit

J. G. Ballards Kultroman gilt als schwer verfilmbar und das sieht man an dieser Version auch. Ein konfuser Film, dem ich mit diesen Bildern nur schwer folgen konnte. Die Dramaturgie bleibt für mich auf der Strecke, einzelne Szenen wirken völlig durcheinandergewürfelt und in keiner nachvollziehbaren Reihenfolge. Man hat das Gefühl, dass der Film stehen bleibt. „High Rise“ bewegt sich undefiniert in keinem wirklichen Genre, selbst als Experimentalfilm funktioniert er nicht. Dazu kommt, dass die Darstellung der Charaktere nur angerissen wird, man kann sich mit keiner Figur wirklich identifizieren. Einzig das Setdesign ist beeindruckend, aber reicht keinesfalls aus, um mit dem Film warm zu werden.

Fazit: 4/10 Punkten

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