BERLINALE – FORUM: YOURS IN SISTERHOOD (Review)

YOURS IN SISTERHOOD

Das Kino war fast bis auf den letzten Platz gefüllt, alles Frauen, vielleicht wenige Männer, die ich nicht gesehen habe.

Ich war sehr gespannt auf die Dokumentation, da das Thema sehr interessant klingt, der Trailer jedoch viel Raum gelassen hat.

Filmemacherin Irene Lusztig bittet auf ihrer zweijährigen Reise durch die USA, Frauen Leserbriefe vorzulesen und zu kommentieren, die aus dem Archiv der liberal-feministischen Zeitschrift „Ms.“ stammen. Geschrieben wurden die Briefe von Frauen, die in der Zeitschrift erschienene Artikel zum Anlass nahmen, von sich zu erzählen – offenherzig, hoffnungsvoll,  oft erleichtert, manchmal wütend.

Vierzig Jahre sind seit dem Verfassen der Briefe vergangen und erschreckend muss man feststellen, wie wenig sich bis heute verändert hat.

Etwas unwohl empfand ich das Gelächter und den Szenenapplaus im Kinosaal, bei der im Film getätigten Aussage, „alle Männer seien Chauvinistenschweine“.

Vorgelesen werden die Leserbriefe von Frauen in ähnlichen Lebenslagen oder sogar von der damaligen Schreiberin selbst. Ein Film, dessen Aussage zum Nachdenken und aktiv werden anregt.

Frauen sollten in erster Linie zusammenhalten, sich gegenseitig unterstützen. Keine Anti Haltung den Männern gegenüber haben. Jeden so akzeptieren wie er ist. Besonders unter Frauen.

Eine Frau im Film wünscht sich, Frauen würden mehr den Mund aufmachen und Männer mehr Verantwortung übernehmen.

Wir Menschen nehmen an, dass sich mit der Zeit alles ändert, aber das tut es nicht, man muss aktiv werden, etwas tun…

Alles in Allem ist YOURS IN SISTERHOOD eine sehenswerte Dokumentation mit einer Laufzeit von 101 Min., allerdings mit einigen Längen und etwas zu dramatisch am Schluss.

Meine Wertung 6 von 10 Punkten

Regie Irene Lusztig
Kamera Irene Lusztig
Montage Irene Lusztig
Sound Design Maile Colbert
Produzentin Irene Lusztig

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