Deadly Class: Die Akademie der tödlichen Künste – Comic Rezension

Ich bin nicht der typische Comic-Leser. Eigentlich habe ich als Kind nur einmal Das lustige Taschenbuch gelesen – also war es eine Premiere für mich. Als der Comic bei mir eintraf, war ich total begeistert. Aber durch mein schlechtes Zeitmanagement musste Deadly Class erst einmal auf meinem Couchtisch liegen bleiben. Dann endlich hatte ich einen ganzen Abend Zeit mich voll und ganz der Welt von Rick Remender und Wes Craig hinzugeben. Und die ist düster.

Deadly Class – ein Comic zum Sterben schön

Der Comic ist zwar farbig gestaltet, allerdings wirken auch die Farben selbst eher zurückhaltend und insgesamt wirkt das Setting nicht ganz so spaßig.

Vor allem die ersten Seiten sind sehr trist und ziehen einen in die deprimierende Welt von Marcus, der obdachlos ist und sein Hab und Gut auf der Straße verteidigen muss. Bei einer Auseinandersetzung mit der Polizei bekommt er ein Angebot von einem alten Mann: Schüler werden an der Kings Dominion Akademie der tödlichen Künste. Diese ist streng geheim und sollte man auch nur ein Wort über den Aufenthaltsort preisgeben, tja dann hat man todsicher ein Riesenproblem.

Hier werden die jungen Teenager zu professionellen Killern ausgebildet. Marcus wird einer von ihnen und erlebt eine ganze Menge in seiner Ausbildung zum Assassinen. Es ist eine High School Story gespickt mit Mobbing, Cliquenbildung und Liebeleien. Ich möchte hier nicht zu viel verraten, denn vor allem das Ende wirkt überraschender, wenn man den Comic ohne Spoiler liest.

Ein Comic für Erwachsene

Das Ganze spielt in den 80er Jahren in San Francisco. Die ganze Geschichte rund um Marcus und die Akademie hält sich vor allem an die Realität. Es gibt keine Superkräfte und auch keine Magie. Zuerst dachte ich, dass Deadly Class eine ähnliche Version wie Harry Potter ist. Ein Waisenkind wird an eine Akademie der besonderen Art aufgenommen, erlebt Abenteuer. Aber Deadly Class ist eher nichts für Kinder oder junge Heranwachsende, die sich verzaubern lassen wollen. Die Sprache ist sehr direkt, es gibt viel Blut – und Sex und Nacktheit sind ein Teil der Story. Die Szenen sind detailreich gezeichnet, was dem Comic eine gewisse Tiefe gibt und jede Szene lesenswert macht.

Was mich positiv überrascht hat, war die Tatsache, dass ich mit den Figuren gelacht und gelitten habe. Das hätte ich so nicht erwartet.

Ich kann nur für mich als Comic-Neuling sprechen, der gerade das erste Mal in diese bunte Welt entführt wurde: Deadly Class ein tolles Werk, was ich jedem empfehlen kann. Es ist etwas anderes zu dem, was wir sonst so lesen.

Mein Fazit: 9/10 tödlichen Punkten.

Der Comic ist bei CrossCult erschienen und bereits im Verkauf. Unbedingt mal vorbei schauen!

Und wenn ihr wissen wollte, wie SYFY das Comic umgesetzt hat und wie die Serie gestaltet wurde, dann lest auf jeden Fall die Review von Ricarda, die schon mal einen Blick in die ersten Folgen geworfen hat!

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