Film-Review: THE KINDNESS OF STRANGERS – KLEINE WUNDER UNTER FREMDEN

Darum geht’s in THE KINDNESS OF STRANGERS

Clara (Zoe Kazan) flüchtet mit ihren beiden Söhnen nach New York, um ihrem gewalttätigen Ehemann,
einem Polizisten, zu entkommen. Die drei besitzen nicht viel mehr als ihr Auto und als dieses abgeschleppt wird, stehen sie mittellos auf der Straße.

An ihrem absoluten Tiefpunkt angekommen, begegnet Clara warmherzigen Fremden, die ihr zeigen, dass sie nicht allein ist. Darunter die selbstlose Krankenschwester Alice (Andrea Riseborough), der Ex-Häftling Marc (Tahar Rahim), der in Timofeys (Bill Nighy) russischem Restaurant Winter Palace eine zweite Chance bekommen hat, und Jeff (Caleb Landry Jones), der versucht, seinen Platz im Leben zu finden. Das Winter Palace wird zum Ort der
unerwarteten Begegnungen von Menschen in Lebenskrisen, die in schicksalhaften Wendungen zusammenfinden.

Zum Trailer geht’s hierlang:

THE KINDNESS OF STRANGERS: Ein Weihnachtsmärchen

Die dänische Regisseurin Lone Scherfig bringt mit THE KINDNESS OF STRANGERS – KLEINE WUNDER UNTER FREMDEN einen neuen Ensemblefilm auf die Leinwand. Die Protagonisten sind nicht von Anfang an miteinander verbunden, sondern finden erst im Verlauf der Geschichte zusammen.

In dem Film geht es primär um Nächstenliebe – aber auch um Missbrauch, vor allem gegenüber Frauen und Kindern. Beides erlebt Clara (Zoe Kazan), die mit ihren kleinen Söhnen vor dem prügelnden Ehemann flieht. Die gewöhnliche Hausfrau mit Eigenheim und Garten steht plötzlich ohne Geld da – als sie sich kurzfristig entschließt ihre Kinder vor weiterer Gewalt des Vaters zu schützen. Clara macht kurzfristig „Urlaub“ mit ihren Söhnen, sie will um jeden Preis ihre Nöte vor den Kindern verbergen.

Ausgerechnet in New York City trifft sie auf den Therapiekreis „Vergebung“ und erlebt, wie kleine unbedeutend wirkende Gesten und etwas Empathie ihr Leben verändern.

Ein Plädoyer für Gütigkeit

Lone Scherfig gelingt mit THE KINDNESS OF STRANGERS – KLEINE WUNDER UNTER FREMDEN ein Plädoyer für das Miteinander – für Güte gegenüber Fremden. Ihr neues Werk ist ein Filmmärchen, das in den deutschen Kinos pünktlich zur Weihnachtszeit am 12. Dezember 2019 erscheint.

Die Dänin feierte mit ihrem Ensemble die Weltpremiere des Films bei der Berlinale im Februar 2019. Dort war THE KINDNESS OF STRANGERS der Eröffnungsfilm. 

Der Film erfindet das Genre nicht neu. Es glänzt auch nicht mit einer innovativen Erzählweise oder einer noch nie gehörten Story. Trotzdem ist mir diese berührende Geschichte ans Herz gegangen. Trotzdem habe ich mit den Charakteren mitgefühlt. Und was mehr kann ein Film mehr verlangen?

Fazit: Ich gebe THE KINDNESS OF STRANGERS 8 von 10 Punkten

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