Film Review: VENOM

Bevor wir zu unserer Film Review kommen, noch einmal der Kurzinhalt:

Journalist Eddie Brock (Tom Hardy) versucht seit Langem den zwielichtigen, aber genialen Gründer der Life Foundation, Carlton Drake (Riz Ahmed), zu überführen – eine Besessenheit, die ihn seine Karriere und die Beziehung zu seiner Freundin Anne Weying (Michelle Williams) kostet.

Bei der aktuellen Recherche zu Drakes Experimenten verbindet sich das Alien Venom mit Eddies Körper und verleiht ihm nicht nur Superkräfte, sondern auch die Freiheit, zu tun, was immer er will.

Durchtrieben, düster, unberechenbar und voller Zorn: Eddie muss lernen, die gefährlichen Kräfte, die von Venom ausgehen, zu kontrollieren; gleichzeitig berauscht ihn die neu gewonnen Macht, die er nun in sich spürt.

Da sich Eddie und Venom gegenseitig brauchen, um ihre Ziele zu erreichen, verschmelzen sie immer mehr miteinander.

Schließlich stellt sich die Frage: Ist das noch Eddie oder schon Venom?

Zur Erinnerung, hier noch einmal der Trailer, danach gibt‘s die Film Review:

Kommen wir nun, wie angekündigt, zur Film Review:

Sony hatte bereits 2007 angefangen, einen Venom Film zu entwickeln, nachdem der Charakter sein Kinodebüt in Spiderman 3 feiern durfte.

Nach unzähligen Anläufen begann im März 2017 die Arbeit an einer finalen Version des Filmes, was gleichzeitig den Start des neuen geteilten Sony/Marvel Universums darstellt.

Das sind Filme, bei denen Sony die Film Rechte, Marvel aber die Rechte an dem jeweilig dargestellten Charakter hält.

Venom ist das erste Ergebnis dieser Kollaboration.

Und genau hier fangen die Probleme an.

Das, was Marvel bisher auszeichnet, die nahezu in jedem Film perfekte Symbiose aus durchgängig cleverem Humor, Action, guten Drehbüchern und bis in die Nebenrollen gelungene Besetzung, findet hier nur in Ansätzen statt.

Bei Venom stimmt wenig, folglich trägt die Besetzung von Tom Hardy (Eddie Brock) den ganzen Film.

Riz Ahmad in seiner Rolle als Carlton Drake bleibt blutleer und verströmt ungefähr soviel Bösartigkeit wie ein Katzenbaby.

Zudem ist die großartige Michelle Williams als Anne Weyning vollkommen verschenkt, zu blass ist das Material was sie bekommt.

Womit wir beim Drehbuch sind.

Die Drehbuchautoren stolpern hier von einem Logik-Loch zum Nächsten, Humor, blitzt viel zu selten auf und bis auf Eddie Brock bleiben alle Figuren weit hinter ihren Möglichkeiten.

Natürlich kann man argumentieren, das ist hier reines Entertainment, da geht es nicht um gute Drehbücher und glaubhafte Figuren, da reicht ein Filmstar, etwas Getöse, schicke Bilder, CGI Technik und fertig ist der Lack.

Dazu sage ich, ein dreifach donnerndes: Nope, that shit doesnt fly no-more !

Seit Marvel mit Thor (2011) die Hollywood Bühne betreten hat, liegt die Meßlatte, was Qualität betrifft, obwohl Thor sicherlich noch nicht das Niveau der nachfolgenden Marvel Filme hatte, einfach ein paar Stockwerke höher.

Was bleibt, ist den Film ins Edel-Trash-Genre zu stopfen, da ragt er, durch die klasse Performance von Tom Hardy, wenigstens ein bisschen heraus.

Fazit: Der jungen Erwachsenen Fraktion dürfte der Film sogar gefallen.
Simple Unterhaltung mit fehlerhafter Logik, ohne echten Charme, reicht aber, aufgrund von Tom Hardys Leistung, für einen verregneten Nachmittag im Kino.

Daher: 5/10 Goldblums

(c) Sony Pictures

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