Filmkritik zu DAS PERFEKTE GEHEIMNIS

Worum geht’s in DAS PERFEKTE GEHEIMNIS?

Drei Frauen. Vier Männer. Sieben Telefone. Und die Frage: Wie gut kennen sich diese Freunde und Paare wirklich? Als sie bei einem Abendessen über Ehrlichkeit diskutieren, entschließen sie sich zu einem Spiel: Alle legen ihre Smartphones auf den Tisch, und alles, was reinkommt, wird geteilt. Nachrichten werden vorgelesen, Telefonate laut mitgehört, jede noch so kleine WhatsApp wird gezeigt.

Was als harmloser Spaß beginnt, artet bald zu einem emotionalen Durcheinander aus – voller überraschender Wendungen und delikater Offenbarungen. Denn in dem scheinbar perfekten Freundeskreis gibt es mehr Geheimnisse und Lebenslügen, als zu Beginn des Spiels zu erwarten waren.

Hier der Trailer von DAS PERFEKTE GEHEIMNIS

DAS PERFEKTE GEHEIMNIS – basierend auf einer französischen Dramedy

DAS PERFEKTE GEHEIMNIS ist inspiriert vom italienischen Kinofilm PERFETTI SCONOSCIUTI von Paolo Genovese. Sein Film wurde in zahlreichen Ländern adaptiert, darunter zum Beispiel auch die auf Netflix laufende französische Dramedy „Le Jeu – Nichts zu verbergen.

Ich kenne weder das Original noch die Adaptionen, daher kann ich keine Vergleiche ziehen, aber für mich waren die 115 Minuten Spiellänge pure Unterhaltung. Ich habe viel gelacht und war gespannt auf die nächste Nachricht, die über die Smartphonebildschirme aufpoppte.

Diese sind manchmal belustigend für die Freunde und manchmal schockierend. Wie viel hält eine Freundschaft oder Partnerschaft aus? Lasst euch überraschen.

Das Perfekte Geheimnis lässt uns selbst darüber nachdenken, wie ehrlich und authentisch wir unserem engsten Umfeld gegenüber sind. Wo wir vielleicht noch Erwartungen erfüllen, statt zu uns zu stehen oder nicht offen genug sind um andere Sicht-und Lebensweisen zu akzeptieren.

Wieviel Leid kann so manches Geheimnis in eine Beziehung bringen? Ob es das wert ist..?

Der Cast bestehend aus Elyas M’Barek, Florian David Fitz, Jella Haase, Karoline Herfurth, Frederick Lau, Wotan Wilke Möhring und Jessica Schwarz ist sensationell gut, was ich nicht oft von deutschen Komödien sagen kann. Zudem mag ich auch die kammerspielartige Reduziertheit sehr.

Was mir nicht so gut gefällt, ist wie einige Themen angesprochen wurden, die ich aufgrund der Spoilergefahr nicht nennen kann. Und dass Loyalität unter Freunden zwar unabdingbar ist aber auch keine Grenzen überschreiten sollte, hätte man besser lösen können. Gewalt kann hier nicht die richtige Lösung sein.

Daher Punkteabzug aber trotzdem sehr unterhaltsam und auf jeden Fall sehenswert! 

Fazit: 8,5 von 10 Punkten

 

Ab 31. Oktober 2019 im Kino

Darsteller: Elyas M’Barek, Florian David Fitz, Jella Haase, Karoline Herfurth, Frederick Lau, Wotan Wilke Möhring, Jessica Schwarz

Executive Producer: Martin Moszkowicz

Produzentin: Lena Schömann

Drehbuch & Regie: Bora Dagtekin

 

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