Filmreview DESTINATION WEDDING: Eine wunderbare Reunion!

Darum geht’s im Film DESTINATION WEDDING

72 Stunden im Paradies wären wunderbar – wenn diese Hochzeit nicht wäre. Dort treffen Frank und Lindsay erstmals aufeinander. Sie haben vieles gemeinsam: Beide hassen die Braut, auch den Bräutigam, die Hochzeit, sich selber und – was bald klar wird – vor allem den jeweils anderen. Das unerbittliche Unterhaltungsprogramm des mehrtägigen Festes lässt sie immer wieder aufeinanderprallen. Doch unweigerlich steigt mit jedem Streit die gegenseitige Sympathie, die Anziehung zwischen den beiden ist nur schwer zu ignorieren. Und so müssen Frank und Lindsay eine Entscheidung treffen: für die aufkeimende Liebe – oder den gesunden Menschenverstand.

Eine wunderbare Reunion

Keanu Reeves und Winona Ryder laufen in dieser originellen Komödie als schrullige Eigenbrötler mit Altlasten zu Höchstform auf. Der Film von Victor Levin (VERRÜCKT NACH DIR, VON 5 BIS 7: EINE ETWAS ANDERE LIEBESGESCHICHTE, MAD MAN) bleibt immer ganz nah bei seinen ewig diskutierenden und über die anderen Hochzeitsgäste lästernden Hauptfiguren. Nur das atemberaubende Setting des Films in den südkalifornischen Weinbergen verschlägt auch ihnen hin und wieder die Sprache.

Keanu Reeves und Winona Ryder spielen in DESTINATION WEDDING erstmalig seit Francis Ford Coppolas BRAM STOKER´S DRACULA (1992), Richard Linklaters DER DUNKLE SCHIRM (2006) und PIPPA LEE (2009) von Rebecca Miller wieder zusammen in einem Film. Dass die Chemie zwischen beiden Stars stimmt, ist DESTINATION WEDDING deutlich anzumerken.

Mein Fazit: Willkommen bei den Misanthropen!

Zwei Kandidaten für den Unsympath des Jahres treffen in Form on Lindsey (Winona Ryder) und Frank (Keanu Reeves) ausgerechnet auf dem Weg zu einer Hochzeit aufeinander. Beide misstrauisch bis in die Haarspitzen, was das andere Geschlecht angeht, zudem ausgestattet mit dem einen oder anderen seltsamen Tick. Und um das Maß vollzumachen, „gesegnet“ mit einer Wagenladung zynischem Humor.
Aufgrund dieser Zutaten entstand hier eine romantische Komödie in bester Screwball Manier, die aufgrund der skurrilen Chemie der beiden Hauptdarsteller zu unterhalten weiß.
Zwar sind die Dialoge nicht alle geistreich, manche wirken arg bemüht und sind an manchen Stellen zu langatmig – Straffung und sorgfältigere Auswahl, was Tempo, Dialoge und Musik angeht, hätten dem Film gut getan.
Da die Protagonisten aber trotz ihrer Sauertöpfigkeit Charme & Chemie besitzen, geht der Film als kurzweilige Sommer-Unterhaltung durch.
Fazit: 7/10 Goldblums

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.