Känguru Chroniken

Review: Die Känguru Chroniken

Heute springt das Känguru endlich durch die Kinos! Marc-Uwe Klings Bestseller Bücher und Hörbücher DIE KÄNGURU CHRONIKEN sind ein mega Erfolg. Produziert von Stefan Arndt und unter Leitung von Regisseur Dani Levy wurde eine wunderbare Dauerwerbesendung für Schnapspralinen umgesetzt. Lohnt es sich für Fans der Bücher? (Spoileralarm: keine Ahnung, ich hab sie nicht gelesen, aber ich fands knorke!)

Zum Inhalt von den KÄNGURU CHRONIKEN

Marc-Uwe, ein unterambitionierter Kleinkünstler mit Migräne-Hintergrund, lebt mit einem Känguru zusammen. Doch die ganz normale Kreuzberger WG ist in Gefahr: Ein rechtspopulistischer Immobilienhai bedroht mit einem gigantischen Bauprojekt die Idylle des Kiezes. Das findet das Känguru gar nicht gut.

Ach ja! Es ist nämlich Kommunist – das hatte ich vergessen zu erzählen. Jedenfalls entwickelt es einen genialen Plan. Und dann noch einen, weil Marc-Uwe den ersten nicht verstanden hat. Und noch einen dritten, weil der zweite nicht funktioniert hat. Schließlich gipfelt das Ganze in einem großen Anti-Terror-Anschlag und … äh… weiß auch nicht mehr so genau. Jedenfalls ist der Film ziemlich witzig.

Meine Review

Also. Ich erwähnte es. Ich hab die Bücher nicht gelesen. Leipzig sagt ja auch die Buchmesse ab. Woher sollte ich also des Lesens mächtig sein. Es gibt Hörbücher? Ehm… ich hör nur Bibi Blocksberg. Aber jaja, ich gelobe Besserung. Aber dennoch möchte ich natürlich kurz darauf eingehen was die des Lesens-mächtigen an dieser Stelle befürchten: Wie kann man eine Ansammlung lustiger Anekdoten jetzt bitte verfilmen?

Praktisch gar nicht. Deswegen versucht das dieser Film auch gar nicht. Der Film nimmt praktisch die Essenz dessen was die Bücher ausmacht: ein sarkastisches, kommunistisches Känguru im Dialog mit einem typischen jungen Mann ohne Plan von allem. Diese Essenz versprüht er über eine Geschichte wie sie vielerorts in Deutschland real passiert, mit einer Prise Hommage an Klassiker der Filmgeschichte und einem Löffel Überspitzung.

Ich kann den Film dennoch nur als Noob beurteilen und als solcher fand ich ihn witzig von vorne bis hinten. Mein innerer linksgrünliberalversiffter Hippie erfreute sich an der Message, mein Nerd an den Referenzen. Das Känguruh erscheint wie ein guter Saufkumpane. Auch wenn ich aus sicherer Quelle erfahren habe, dass es dahingehend eventuell ein Problem hat…

Man kann den Film wertschätzen für die Botschaft die momentan anscheinend wichtiger denn je scheint. Oder man lehnt sich einfach zurück und erfüllt Regisseur Dani Levy seinen großen Wunsch: Popcorn-Publikum-Filme machen. Also lehnt euch zurück und erfreut euch einfach dran! Ich geb 10 von 10 Punkten! (Das mache ich sonst bei deutschen Produktionen nie, das heißt also was)

TIPP: Noch bis 8.3.2020 könnt ihr an unserem Gewinnspiel zum Film teilnehmen!

Hier noch ein paar Eindrücke der Leipziger Premiere

Die Premiere fand am 4.3.2020 im CineStar Leipzig statt. Vor Lesung und Film durfte ich Hauptdarsteller Dimitrij Schaad noch ein paar Fragen stellen (Kommentare wegen nicht vorhandener Kamera-Talente bitte in der lokalen Kommentarspalte anbringen, dafür ist diese schließlich da).

Dann folgte eine kurze Lesung ganz neuer Stories von Marc-Uwe Kling:

Da das Känguru leider nicht persönlich da sein konnte las Marc-Uwe Kling eine kurze Message von ihm vor:

nach dem Film wurden einige Darsteller auf der Bühne vorgestellt:

Maria Darstellerin Rosalie Thomass war leider nicht dabei. Dafür nahm Dani Levy ihr eine Grußbotschaft vom begeisterten Publikum auf:

Die Leipziger Premiere hatte noch den Heimvorteil, da der Film durch die MDM Mitteldeutsche Medienförderung mitfinanziert wurde. Diese sitzt in Leipzig und einige Mitarbeiter waren mit vor Ort.

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