REVIEW: „DIE VERSUNKENE STADT Z“ (KINOSTART: 30. März 2017)

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von Beate Geibel

Inhalt

Percy Fawcett wird von der Royal Society auf eine Expedition zur Landvermessung in Bolivien gesandt. Trotz vieler Strapazen in dem lebensfeindlichen Dschungel ist er fasziniert und von Forscherdrang gepackt. Er lässt sich auf eine weitere Expedition ein, obwohl die jahrelange Abwesenheit ihm und seiner Familie enorme Opfer abverlangt. Im Regenwald des Amazonas findet Fawcett immer wieder Spuren von vergangenen Zivilisationen und ist überzeugt von der Existenz einer versunkenen Metropole, die er Z nennt. In London will die Royal Society jedoch von dieser Idee nichts wissen. Getrieben von dem Drang, endlich seine mysteriöse Stadt zu finden, begibt er sich zusammen mit seinem Sohn auf eine letzte gefährliche und verhängnisvolle Reise zum Amazonas.

In seinem packenden und bildgewaltigen Abenteuerepos DIE VERSUNKENE STADT Z erzählt Regisseur James Gray („The Immigrant“), basierend auf dem gleichnamigen Bestseller von David Grann, die wahre Geschichte des Britischen Forschers Percival Fawcett, der in den 1920er Jahren im brasilianischen Dschungel spurlos verschwand und noch Jahrzehnte später romantische Fantasien beflügelte und unzählige Abenteurer auf seine Spuren lockte. Beeindruckend portraitiert der Film zudem die gesellschaftlichen Konventionen einer Zeit im Umbruch, in der fortwährend vertraute Grenzen überschritten wurden. 

Fazit

Basierend auf einer wahren Geschichte, nach dem Roman von David Grann, erzählt der Film die Lebensgeschichte von Percy Fawcett, einem britischen Archäologen und Forscher. Der Film ist aufrichtig, gefühlvoll, dabei spannend und mitreißend, getragen von einem exzellenten Charlie Hunnam („Sons of Anarchy“) in der Hauptrolle.

Ihn allerdings als reinen Abenteuerfilm einzusortieren, wird ihm mitnichten gerecht, zu feinfühlig und tiefgründig sind die Themen um Anstand, Moral, Religion, Spiritualität und Ehre. Sogar Joseph Conrads legendärer Roman aus dem Jahre 1899 “Heart of Darkness” klingt an einigen Stellen des Filmes durch, was eine gar wunderbare Homage darstellt.

Das zentrale Thema des Films war für mich, die eher schwierige Beziehung von Fawcett und seinem Sohn Tom, dargestellt von Tom Holland, der ihn auf den späteren Reisen begleitet und aus deren Konflikten der Film u.a. seine Kraft zieht.

Drama/Abenteuer mit Tiefgang und Seele, was für eine unerwartet angenehme Überraschung.

Fazit: 7,5 von 10 Punkten

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