Review EUROVISION SONG CONTEST: THE STORY OF FIRE SAGA

Am 26. Juni startet auf Netflix das Spektakel auf das ganz Europa sehnsüchtig gewartet hat. Wenn wir schon dank Corona dieses Jahr keinen ordentlichen EUROVISION SONG CONTEST (zumindest so mit Live Show) bekommen haben, dann wenigstens diese skurrile Hommage an das Einzige das Europa wirklich eint, sei es in Entsetzen oder Erstaunen.

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Die ehrgeizigen Musiker Lars und Sigrit erhalten die Chance ihres Lebens, ihr Land beim größten Musikwettbewerb der Welt zu vertreten. Nun können sie endlich beweisen, dass jeder Traum, der sich zu träumen lohnt, es auch wert ist, dafür zu kämpfen.

Meine Review

Ich bin normal kein großer EUROVISION SONG CONTEST Fan, aber ich liebe eine gute Parodie und der Trailer sah witzig aus. Und dafür muss ich sagen wurde ich absolut nicht enttäuscht. Rachel McAdams gibt eine ganz fantastisch nerdige Gesangsenthusiastin ab. Will Ferell ist schätzungsweise er selbst, wie sonst auch immer. In weiteren Rollen sehen wir Pierce Brosnan als verboten attraktiven Papa von Will Ferrell, Demi Lovato als Sängerin Katiana sowie Dan Stevens als Russenkanditdat.

Der Film selbst hat keine bahnbrechende Story über die ihr noch Tage diskutieren werdet. Zwar gibt es einige Wendungen aber die kommen eher künstlich konstruiert um die Ecke als irgendwelcher Logik zu folgen. Aber wenn das Wendler Gif irgendwo passen würde, dann hier. Denn es ist einfach nur egal. Der Film ist unterhaltsam und das ist was zählt. Dennoch gibt es selbst hier Momente für Herz und Hirn. So ist ein Kandidat eines eher arschlochigen Landes heimlich schwul und muss dieses Geheimnis seiner Karriere opfern. Da haben wir glatt eine politische Ebene!

Man merkt dem Film an, dass wir nicht Amerikanern dabei zusehen wie sie den EUROVISION SONG CONTEST parodieren und sich darüber lustig machen. Viel mehr hat Will Ferrell, der den Film produziert und geschrieben hat, verstanden, was der Wettbewerb seinen Fans bedeutet. Und dahingehend liefert er eine Menge Fanservice. Vor allem witzig ist, wie er sich selbst im Film über doofe amerikanische Touristen lustig macht.

Mein Fazit

Nach einigen EUROVISION SONG CONTESTs die ich doch mehr oder minder irgendwann gesehen habe, kann ich bestätigen, dass nichts was ich im Film gesehen habe vollkommen überzogen ist. Ich könnte mir praktisch jeden der Charaktere genau so beim Wettbewerb vorstellen. Bis hin zur Moderation, vom tatsächlichen britischen ESC Moderator Graham Norton, wurde hier echt Liebe ins Detail gesteckt.

Noch schnell zum wohl wichtigsten: der Musik. Nicht nur die Songs von Fire Saga selbst gehen hier ins Ohr. Zwar tauchen beim Wettbewerb einige Songs auf, die aus der Feder von Weird Al Jankovich stammen könnten, aber alle erfüllen ihren Zweck als Unterhaltungsmusik. Will Ferrell singt seinen Lars dabei tatsächlich selbst. Rachel McAdams dagegen wird von der schwedischen Sängerin Molly Sandén vertont.

Ich gebe hier 7 von 10 Punkten!
(Punktabzug gibt es von mir übrigens deutlich dafür, dass in einer Szene ein Baby in einer nach vorne gerichteten Babytrage zu sehen ist. Da rollt es mir immer die Fußnägel hoch, sowas kann ich nicht unterstützen!)

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