REVIEW: „LIFE“ (Kinostart: 23. März 2017)

Von Beate Geibel

Zum Film

Die Forschungsmission einer Gruppe Wissenschaftler auf einer internationalen Raumstation wird zu einem Trip in schlimmste Urängste: Eines Tages entdeckt das sechsköpfige Team einen sich rapide entwickelnden Organismus, der für die Auslöschung allen Lebens auf dem Mars verantwortlich ist und bald nicht nur die Crew, sondern auch den gesamten Planeten Erde bedroht.

Regisseur Daniel Espinosa („Kind 44“, „Safe House“) hat für seinen Sci-Fi-Thriller LIFE zwei absolute Hollywood-Hochkaräter versammelt: Jake Gyllenhaal („Southpaw“, „Prisoners“) und Ryan Reynolds („Deadpool“, „Buried – Lebend begraben“). An ihrer Seite spielt der schwedische Exportschlager Rebecca Ferguson („Girl on the Train“, „Mission Impossible – Rogue Nation“). Das Drehbuch stammt vom erfolgreichen „Deadpool“-Autorenduo Paul Wernick und Rhett Reese, hinter der Kamera stand Seamus McGarvey („The Avengers“, Oscar®-nominiert für „Atonement“), das Kostümdesign entwarf Oscar®-Gewinnerin Jenny Beaven („Mad Max: Fury Road“). Als Produzenten zeichnen David Ellison („World War Z“, „Star Trek: Beyond“), Dana Goldberg („Terminator Genisys“), Bonnie Curtis („Minority Report“) und Julie Lynn („Albert Nobbs“) verantwortlich.

Fazit

Jeder, der den Trailer gesehen hat, weiß im Grunde worum es geht – oder hat zumindest eine ungefähre Ahnung, in welche Richtung sich der Film entwickeln könnte.
 
Interessanterweise gelingt es dem Regisseur trotz dieser Voraussetzung die Spannung lange zu halten, weil sich die Geschichte erst ganz gemächlich entwickelt, nur um dann, quasi von einer Sekunde auf die nächste, zu eskalieren und je klarer das Ausmaß der möglichen Bedrohung, desto unheimlicher und verstörender wirkt er.
 
Die Drehbuchautoren Rhett Reese und Paul Wernick („Deadpool“) können anscheinend kaum genug vom Deadpool-esquen Humor bekommen und statten Ryan Reynolds Charakter Roy Adams ebenfalls mit jeder Menge bemühter Schlagfertigkeit und Temperament aus, was in diesem Film leider etwas deplatziert wirkt, denn die eigentliche Botschaft dieses Filmes hätte mehr Tiefe und weniger billige Lacher gut vertragen.
 
Bei „Gravity“ haben Regisseur Espinosa („Safe House“) nebst Kameramann McGarvey („Atonement“) ebenso hingeschaut, wie bei Alien, wobei „Life“ eher eindimensional daherkommt, wohingegen Alien mit kraftvoller, vielschichtiger, pessimistischer Satire geglänzt hat.
 
Spannende Unterhaltung, ohne große Ansprüche, Mischung aus Drama, Horror und SciFi, mit einem fetten Schocker ganz am Ende des Filmes. 
Fazit: 7/10 Punkten

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