Review: MAGIE DER WILDPFERDE

Die Filmproduktion Catamaranfilms bringt ihren zweiten Dokumentarfilm MAGIE DER WILDPFERDE am 6. JUNI 2019 deutschlandweit ins Kino mit der Unterstützung von barnsteiner-film (nach der erfolgreichen Betreuung von ANDERSWO ALLEIN IN AFRIKA) Pferde-Fans von jung bis alt, die die Produktion seit über einem Jahr in den sozialen Netzwerken verfolgen, warten gespannt auf den Start.

Inhalt

Sie leben wild und haben einen freien Geist: Wildpferde sind auf der ganzen Welt zuhause. Nur wie lange noch? Weideflächen werden rar, ihr natürlicher Lebensraum schwindet. Und der Mensch ist gezwungen einzugreifen, um ihren Fortbestand zu sichern.

Vier Geschichten, die tief berühren: Der Dokumentarfilm MAGIE DER WILDPFERDE offenbart die Situation von Wildpferden in verschiedenen Ländern der Erde. Er führt uns von den Marismeña-Wildpferden in Spanien zu den amerikanischen Mustangs in Oregon bis hin zu den polnischen Konik-Wildpferden und ihren neuen Lebensräumen. Die beeindruckenden Naturaufnahmen lassen den Kern der Begegnung von Mensch und Tier spürbar werden und zeigen klar, was wir von den gutmütigen Wildtieren lernen können.

Anhand von drei Protagonisten wird die besondere Beziehung zwischen Mensch und Wildpferd aufgezeigt:

Sandra Schneider ist deutschlandweit bekannt und therapiert „Problempferde“

Arien Aguilar tourt mit seinen Horsemanship-Kursen jedes Jahr durch ganz Europa

Simone Hage reitet und reist seit sie klein ist, der Film zeigt ihr bisher größtes Abenteuer-einen Wanderritt mir ihren beiden Wildpferden von Bayern bis nach Lübeck ans Meer.

Der Trailer

 

Review

Die Reise des Films und somit die Einführung in die Thematik beginnt im US-Bundesstaat Oregon. Mit wunderschönen, ruhigen und natürlichen Aufnahmen werden die Mustangs in ihrer Freiheit gezeigt, bis ein Helikopter die Pferde in Umzäunungen treibt. Gleichzeitig wird die Problematik dieser Situation aufgezeigt. Es ist nicht der böse Mensch, der die Pferde aus Egoismus und Geschäftsgedanken einfangen möchte, im Gegenteil, dieses Vorgehen fällt schwer, der Lebensraum der Pferde ist durch ihre eigene starke Vermehrung allerdings so bedroht und ihr Überleben in freier Wildbahn ist gefährdet, dass keine andere Möglichkeit bleibt. Schon in den ersten Minuten des Films wird somit ein völlig anderer Blickwinkel klar.

Anhand der drei Protagonisten führt der Film einfühlsam auf unterschiedliche Entdeckungsreisen, die aber eines gemeinsam haben: Die Darstellung einer wirklich einzigartigen und wahren Liebe zwischen Mensch und Pferd.

Welch eine Befreiung aus dem Üblichen, in dem Pferde hauptsächlich als „Leistungs-und Sportgerät“ gezeigt werden und wo es vorrangig um das Wohl des Menschen geht.

Einen Punkt ziehe ich lediglich für den Bericht aus Spanien ab, da dieser Längen hat, die mich haben abschalten lassen.

Ansonsten ist der Film eine Mischung aus Liebe und Abenteuer und zeigt, dass es eine Freiheit in Gefangenschaft und ein Miteinander zwischen Mensch und Tier auf Augenhöhe geben kann.

Mein Fazit

Wahrhaft, magisch und wunderschön. Definitiv nicht nur ein Film für Pferdefans!

9/10 Punkten

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