(c) 2019 Universum Film

Review: THE GENTLEMEN

Guy Ritchie ist wieder da. Ok weg war der genau genommen nie. Anyway, sein nächster Schabernack kommt am 27.2.2020 jedenfalls ins Kino. Ich durfte THE GENTLEMEN bereits auschecken und geb euch hier meine Meinung ab!

Zum Inhalt von THE GENTLEMEN

Smart, knallhart und mit genialem Gespür fürs Geschäft hat sich der Exil-Amerikaner Mickey Pearson (Matthew McConaughey) über die Jahre ein millionenschweres Marihuana-Imperium in London aufgebaut und exportiert feinsten Stoff nach ganz Europa. Doch Mickey will aussteigen, endlich mehr Zeit mit seiner Frau Rosalind (Michelle Dockery) verbringen und auf legalem Weg das Leben in Londons höchsten Kreisen genießen. Ein Käufer für die landesweit verteilten – und dank des chronisch geldknappen Landadels gut versteckten – Hanf-Plantagen muss her.

Auftritt: Matthew Berger (Jeremy Strong). Der exzentrische Milliardär bietet eine hohe Summe, will jedoch Garantien sehen. Und das ausgerechnet in dem Moment, in dem sämtliche Groß- und Kleinkriminellen der Stadt Wind von Mickeys Plänen bekommen haben – von Triaden-Boss Lord George (Tom Wu) über den durchgeknallten Emporkömmling Dry Eye (Henry Golding) bis hin zum schmierigen Privatdetektiv Fletcher (Hugh Grant). Während Mickeys rechte Hand Ray (Charlie Hunnam) seinem Boss den gröbsten Ärger vom Hals hält, überbieten sich alle Beteiligten mit Tricks, Bestechung, Erpressung und anderen fiesen Täuschungen und lösen eine folgenschwere Lawine aus…

Meine Review

Oh Guy. Deine Handschrift, dein Stil, dein Werk. Irgendwo zwischen Tarantino, in Sachen Stilsicherheit, coolen Sprüchen und strukturierter Erzählweise, und Stephen King, in Sachen Output. Dass Qualität und Quantität zwei paar Schuhe sind ist halt auch stadtbekannt. Aber fangen wir von vorne an…

Ein cooler Ami im Drogenjungle Londons. Zwischen Stock im Arsch und Kippe im Mund beschreibt dieser Kontrast gerne und oft die Werke Ritchies. Der britische Ausnahme-Regisseur weiß wie man sich einen beeindruckenden Cast ranlacht. Nebst dem who is who der britischen Schauspiel-Liga lacht er sich auch gern das ein oder andere amerikanische Talent heran. So wird der überwiegend britische Cast hier gekonnt geführt von Matthew McConnaughey.

Die Struktur des Films ist wirr gespickt mit Flashbacks, Flash-Sideways und flashy flash-flashs. Und nicht immer kann man dem Erzähler (zumeist Hugh Grant’s Fletcher) trauen. Doch diese wirre Struktur ist man als Kinozuschauer heutzutage gewohnt und so kommt der effektiv vielleicht weniger effektiv daher als noch vor 10 Jahren.

Die Sprüche sind kalkuliert und manchmal ein zwei Grad zu flach. Die Action ist teils hektisch und dennoch irgendwie vorhersehbar. Alles in allem ist der Plot nichts neues und wird niemanden schockieren oder offenen Münder hinterlassen. Nichtsdestotrotz, wer Ritchies Stil kennt und liebt wird hier exakt das bekommen was er erwartet: simple, gute Unterhaltung ohne große Konsequenzen.

Fazit

Aus dem Film wird niemand kommen und für Stunden diskutieren. Den Film muss man nicht noch 3x sehen um jedes Detail in Gänze zu verstehen. Aber für die Laufzeit von 107 Minuten wird man dennoch überaus gut unterhalten und entflieht mal kurz der schnöden Realität. Und das ist doch was Kino auch sollte, oder? Ich sag danke Guy Ritchie und geb 8 von 10 Punkten – fürs Entertainment, den Cast, die Konstanz.

Bild: (c) 2019 Universum Film

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.