Review: TO ALL THE BOYS: P.S. I STILL LOVE YOU (Netflix)

Darum geht’s in TO ALL THE BOYS: P.S. I STILL LOVE YOU

Es ist ein Jahr später. Inzwischen tun Lara Jean (Lana Condor) und Peter (Noah Centineo) nicht mehr nur so, als seien sie ein Paar, sie sind ein Paar. Als Lara Jean an die vielen „Ersten Male“ mit Peter zurückdenkt – der erste richtige Kuss, die erste ernsthafte Verabredung, der erste Valentinstag – stellt sie fest, dass sie sich mehr auf Kitty und Margot (Anna Cathcart und Janel Parrish), Chris (Madeleine Arthur) und ihre unerwartete, neue Vertraute Stormy (Holland Taylor) verlässt, um mit ihren komplizierten Gefühlen klar zu kommen, die die neue Situation so mit sich bringt, in der sie zwischen der Beziehung und dem, was sie persönlich will, einen Weg finden muss. Als dann auch noch John Ambrose (Jordan Fisher), ein weiterer früherer Empfänger einer ihrer Liebesbriefe, wieder auftaucht, muss sie sich mehr denn je auf sich selbst verlassen, denn sie steht jetzt vor einem Dilemma: Kann man zwei Männer gleichzeitig lieben?

Hier könnt Ihr einen Blick auf den Trailer von TO ALL THE BOYS: P.S. I STILL LOVE YOU werfen

Ich gebe es zu – ganz offiziell: Ich bin ein Sucker für Love- und YA-Stories in jeglicher Form. Und so habe ich den ersten Teil um Lara Jean und Peter in TO ALL THE BOYS I’VE LOVED BEFORE auf Netflix geliebt, mehrfach gesehen und mir sogar die Bücher von Jenny Han besorgt und verschlungen. Um so größer die Freude als es dann hieß am 12. Februar 2020 wird der Fortsetzungsfilm Premiere feiern.

Jaaa, ich liebe YA-Filme – aber…

Wie eine moderne Shakespeare-Geschichte ging es in Teil Eins um Irrungen und Verwirrungen junger Liebenden, die am Ende zueinander finden. Leider ist es Netflix im zweiten Teil nicht gelungen, den Charme und das Besondere des ersten Filmes einzufangen. Zwar bleibt die Story ziemlich nah an der literarischen Buchvorlage aber mir fehlt die Meta-Ebene, die aus TO ALL THE BOYS I’VE LOVED BEFORE etwas Besonderes gemacht hat: Da ging es auch um Familie, Loyalität, Selbstfindung – unabhängig von dem Lara Jeans Liebes-Chaos. 

Wir haben zwar jetzt Liebes-Chaos 2.0 – denn wie schon zuvor steht unsere Hauptdarstellerin wieder zwischen zwei Männern. Aber das war’s auch schon. Viel tiefer geht die Story dieses Mal nicht wirklich. Ihre charmante Familie ist zu Nebenschauplätzen degradiert worden. Und Lara Jean fehlt ohne ihre Schwestern und ihren wundervollen Vater leider Herz und Seele. 

Ein Hin- und Her zwischen Liebenden genügt mir persönlich leider nicht, um wieder ganz verliebt in diesen Netflix-Film zu sein. Ich hätte mir mehr Nuancen, mehr Humor, mehr Tiefe vom ersten Teil zurückgewünscht, kann mir aber vorstellen, dass die Young Adult-Zielgruppe trotzdem ganz angetan sein wird von der Fortsetzung. Alleine, weil Lana Condor und Noah Centineo eine große Fangemeinde gefunden hat. 

Fazit

TO ALL THE BOYS: P.S. I STILL LOVE YOU hat leider das Problem, das viele Fortsetzungsfilme haben: Sie wollen auf der Erfolgswelle des ersten Filmes surfen, büßen aber die Essenz ein, die sie zu was Besonderem gemacht hat. Hier wäre es vielleicht besser gewesen, sich ein bisschen mehr Zeit für die Ausfeilung der Story zu nehmen und mehr Zutaten des ersten Streifens beizubehalten. Um in der Koch-Metapher zu bleiben. Für mich ist das Gericht leider halbgar… 

Daher: 6 von 10 Punkten

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