Review zu EASY LOVE

Darum geht’s in EASY LOVE

Krisen, Glücksmomente, Zweifel, Sex – irgendwo zwischen Dokumentar- und Spielfilm begleitet easy love sieben Frauen und Männer in ihrem Ringen um Liebe.
Zwischen 25 und 45 sind sie Teil der „Generation Y“: kreativ, egozentrisch, hedonistisch. Des eigenen Glückes Schmied zu sein, bedeutet Lust und Last zugleich. Individualismus und Ungebundenheit kann auch Einsamkeit und Desillusion bedeuten. Doch die Abenteuerlust und Suche nach Selbstverwirklichung ist ungebrochen. Ihr Begehren führt sie oft auf Irrwege, manchmal zum Therapeuten, aber auch zur großen Liebe.

Hierlang geht’s zum Trailer

So EASY ist das dann alles eben doch nicht, oder?

Beziehung, offene Beziehung, Freundschaft plus oder einfach Single sein – diese Frage scheint heutzutage schwerer denn je zu beantworten zu sein. Interessant ist daher der Einblick den Tamer Jandali uns mit seiner Dokumentation gibt. Die Protagonisten spielen sich selbst. Die Geschichten sind eine Mischung aus Realität und fiktionaler Ausdehnung.

Ich muss gestehen, dass für mich (neuerdings auch Hobbypsychologin) erkennbar wurde, dass es sich bei den zum Teil Bindungsunwilligen um Bindungsängstliche handeln könnte. Und ähnlich wie beim Fussball schauen, möchte man am liebsten mit besten Ratschlägen daherkommen. Ist doch alles ganz einfach, total easy von aussen betrachtet.

Nun geht es aber gar nicht um die Bewertung der Lebensstile, sondern um Akzeptanz der selbigen. Denn am Ende sind wir doch eigentlich alle auf der Suche nach Verbindung. Die einen haben vielleicht nur etwas mehr Angst davor als andere. Einen Fuß drinnen und einen draußen zu haben, scheint da eine gute Lösung zu sein. Freiheit, aber eigentlich doch zu jemandem gehören wollen. Und jeder versucht auf seine Art, den für sich passenden Weg zu finden.

Fazit

EASY LOVE gibt einen sehr intimen und authentischen Einblick in die Leben der Protagonisten. Interessante Doku,  zurecht der Eröffnungsfilm der Berlinale 2019 in der Sektion Perspektive Deutsches Kino

Daher: 7 von 10 Punkten

 

Mit Sophia Seidenfaden, Lenika Lukas, Pina Felizitas, Sönke Andersen, Stella Vivien Dhingra, Niclas Jüngermann, Amelie Liebst

88 Min.

FSK 16

 

Kinotermine für Berlin (weitere Termine findet Ihr hier)

 

 

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