Review zu The Alienist – Die Einkreisung (Netflix)

Am Donnerstag 19.4. startete Daniel Brühls neuester Streich The Alienist – Die Einkreisung auf Netflix. Ob unser deutscher Bub neben US-Stars wie Luke Evans und Dakota Fanning brillieren kann erfahrt ihr hier!

Zum Inhalt

Konsequent und unerschrocken – die Psychothriller-Serie The Alienist – Die Einkreisung spielt auf der Schattenseite des New Yorker „Gilded Age“ Ende des 19. Jahrhunderts und handelt von Laszlo Kreizler (gespielt von Daniel Brühl / Inglourious Basterds, Rush – Alles für den Sieg), einem brillanten Mediziner, der mit besessener Energie auf dem umstrittenen neuen Gebiet der Geisteskrankheiten forscht. Kreizler ist die letzte verbleibende Hoffnung bei der Jagd nach einem blutrünstigen Serienkiller, der Ritualmorde an kleinen Jungen begeht.

Vergoldetes Krimi-TV

Neben Kreizler, als hochintelligentem Psychoanalytiker, ermitteln der Reporter Jon Moore (Evans) und die Sekretärin Sarah Howard (Fanning). Dem Trio stehen zwei jüdische Lab Geeks zur Seite die vermutlich weit vor ihrer Zeit bereits Forensik zur Kriminalfallklärung etablieren zu ersuchen. Das Team wirkt dabei irgendwie zu modern und etwas deplatziert in ihrer Zeit.

Man hat das Gefühl eine moderne Krimi-Serie mit den klischeemäßig etablierten Rollen zu sehen, nur eben im oldschool Look. Und den Look beherrscht die Serie durchaus. Die Stadt, die Kostüme, Lichtverhältnisse, auch die schauspielerischen Leistungen überzeugen durchaus. Aber trotzdem kommt nicht so recht Spannung auf.

Es fehlt irgendwie an Tiefgang, oder meinetwegen nur peppigen Dialogen – und so hab ich mich doch häufiger dabei erwischt nur mit einem halben Auge hin zu gucken. Insbesondere im Bezug auf den Serientitel „The Alienist“ fällt das stark auf. Ich erwartete ehrlich gesagt, einen tieferen Einblick in die tatsächlichen Anfänge der Psychologie und deren Verknüpfungen zur Verbrechensklärung zu sehen. Aber letztendlich spielen Kreizlers psychologische Mutmaßungen nur eine beiläufige Rolle. Der deutsche Titel „Die Einkreisung“ verschiebt den Fokus direkt mehr auf die reine Verbrecherfahndung.

Mein Fazit

Ich durfte hierfür vorab die ersten 5 Folgen sehen, es ist also nicht auszuschließen, dass die Serie ab Folge 6 wahnsinnig an Fahrt aufnimmt. Doch bis dahin hat man alles schon irgendwie zu oft gesehen. Ist halt doch nicht alles Gold was glänzt!
5 von 10 Punkten

 

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