Serienkritik: „Absentia“ (Amazon Prime)

Prime Original Absentia feiert am 2. Februar exklusiv Premiere bei Prime Video

Bei der Jagd nach einem der berüchtigtsten Serienkiller in Boston verschwindet Agent Emily Byrne (Stana Katic) spurlos und wird für tot erklärt. Sechs Jahre später wird sie in einer Hütte im Wald gefunden – kaum noch am Leben und ohne Erinnerung an die Jahre, in denen sie vermisst wurde. Wieder zu Hause erfährt sie, dass ihr Mann (Patrick Heusinger) erneut geheiratet hat und ihr Sohn von einer anderen Frau aufgezogen wird. Doch das ist nicht alles!

Bald ist sie selbst in eine neue Mordserie verwickelt. Neben ihrer Hauptrolle fungiert Stana Katic (Castle) auch als Executive Producer. Die Serie stammt aus der Feder von Gaia Violo und Matt Cirulnick (South Beach). In weiteren Rollen zu sehen sind Cara Theobold (Downton Abbey), Angel Bonanni (False Flag), Richard Brake (Game of Thrones), Neil Jackson (Sleepy Hollow), Ralph Ineson (Game of Thrones), Paul Freeman (Die Hunde des Krieges), Bruno Bichir (Narcos) und Patrick McAuley (Conjuring 2).

Mein Feedback zur ersten Episode der Amazon-Serie „Absentia“

84254-absentia_xlg„Absentia“ – bedeutet so viel wie „In Abwesenheit“. Unter diesem Titel startet heute der Streaming-Gigant Amazon Prime eine neue Crime-Serie. Ein Titel, der wie die Faust auf’s Auge passt. Sechs Jahre lang war die FBI-Agentin Emily Byrne verschwunden – für Tot erklärt. In ihrer Abwesenheit hat sich ihre komplette Welt verändert. 

In 10 Folgen entwickelt sich Emily vom Opfer, zur Überlebenden, dann wiederum zur Verdächtigen und zur Flüchtigen.

Ich durfte vorweg schon eine Folge sehen und bin jetzt schon gefesselt von der Serienkiller-Prämisse – und will unbedingt wissen, wie sich die Storyline entwickelt, wohin uns das Rätsel um die Byrne Familie hinführt.

Ein wenig hetzt mir die Serie in der ersten Folge zu sehr durch die Geschichte. Da hätte dem Piloten ein wenig mehr Ruhe und Zeit gut getan, um ordentlich viel Emotionen aufzubauen. Die Story hat großes Potenzial, schließlich geht es um eine Frau, der man sechs Jahre ihres Lebens gestohlen hat, die die wichtigsten Jahre ihre Kindes verpasst hat. Selbst ohne lauernde Gefahr durch einen Serienkiller, könnte dies eine komplette Serie füllen. Trotzdem gefällt mir vor allem die Darstellung von Stana Katic bislang sehr gut. Diese Rolle verspricht, dass sie das komplette Spektrum an äußerst dunklen Gefühlen en Detail auskosten kann. Trauma, Verzweiflung, Panikattacken, Wutausbrüche. Bitte mehr davon!

Fazit der Pilot-Folge: 8 von 10 Punkten. Mich hat „Absentia“ als Rundum-Paket gekriegt, obwohl die Dramaturgie lediglich an der Oberfläche kratzt. Aber ich schaue weiter!

© Fotos: Amazon Studios / Cyndie Lalic

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