Ein Hoch auf die Guilty-Pleasures! Serienreview: MARVEL’S RUNAWAYS

MARVEL’S RUNAWAYS läuft nach dem erfolgreichen US-Start endlich auch Deutschland! SYFY zeigt die Adaption der gleichnamigen Comic-Reihe seit dem 9. Mai exklusiv als deutsche Erstausstrahlung. In der neuen Marvel-Serie müssen sechs Teenager nach einem tragischen Verlust wieder zusammenfinden und gemeinsam gegen das Böse antreten. Dabei sehen sie sich mit dem vielleicht härtesten Gegner konfrontiert, den man sich vorstellen kann: den eigenen Eltern!

DARUM GEHT’S IN DER SYFY-SERIE…

Im Jahr 2003 erschien der Comic von Brian K. Vaughan und Adrian Alphona im Marvel Comics Verlag, er ist die Vorlage für die Serie. Darin findet eine Gruppe von Jugendlichen durch Zufall heraus, dass ihre Väter und Mütter Mitglieder der Geheimorganisation The Pride sind. Gleichzeitig entdecken Alex, Nico, Karolina, Gert, Chase und Molly ihre eigenen (Super-)Kräfte, von denen sie bisher nichts ahnten – und die sie im Kampf gegen das Böse umso dringender brauchen. Auf diese greifen sie in den zehn Episoden der ersten Staffel von Marvel’s Runaways zurück: Die Teenager müssen ihre Familien und ihre Vergangenheit in Frage stellen, um einem tödlichen Geheimnis auf die Spur zu kommen.

EIN HOCH AUF DIE GUILTY-PLEASURES. MEIN FAZIT ZU MARVEL’S RUNAWAYS

Für meine Review liegen mir die ersten beiden Folgen von MARVEL’S RUNAWAYS zur Verfügung – und ich muss sagen: Das ist gut so. Alleine der Pilot hätte mich nicht genug gecatched, um weiterschauen zu wollen.

Runtergebrochen ist diese SYFY-Serie so angelegt, primär Teenies in dieses neue Marvel Universum reinzuholen. Dafür bedient sie sich der gängigen Mittel: attraktive multi-kulturelle Kids, die sehr plakative Typen darstellen – damit sich wirklich jeder dort wiederfindet / sich abgeholt fühlt: der attraktive Jock (Chase), das schöne Strahlemädchen mit religiösem Background (Karolina), das bunte Nerd-Girl, das Potenzial hat zum Hottie zu werden (Gert), der Afro-Amerikanische hochintelligente Gamer (Alex), das asiatische Wicca-Mädchen (Nico) und die kleine Dance-Latina (Molly).
Wir lernen alle an dem Todestag einer Ehemaligen der Clique kennen – und es wird klar: die Freundschaft hat dem Verlust nicht Stand halten können. Wie genau und warum Amy gestorben ist, bleibt in beiden Episoden ungeklärt. Viele Zufälle führen zu einer Reunion der alten Truppe – und die Kids erwischen ihre Eltern bei einer rituellen (wahrscheinlich) Ermordung eines Mädchens. Grund genug, dass ab jetzt die Teenies zwangsweise wieder zueinander finden, um zu klären, was da passiert ist und was ihre Eltern auf dem Kerbholz haben.

In der zweiten Folge gelingt MARVEL’S RUNAWAYS einen Perspektivwechsel des selben Tages und der Zuschauer sieht, was wiederum bei den Eltern los war und wie es zu diesem Ritual gekommen ist. Worum es genau geht oder welche Mächte dahinter stecken bleibt erstmal ungelöst – aber damit hat es die Serie schon geschafft, dass selbst ich mich frage: Wie geht’s wohl weiter?
Im Grunde ist mir die Prämisse zu platt und vielleicht auch zu gewollt verkompliziert. Ich vermute, MARVEL’S RUNAWAYS wird es nicht schaffen, sich zu einer meiner Lieblingsserien zu entwickeln. Aber ich bin auch ein großer Fan von Guilty-Pleasures: Von Shows, die zwar nicht unseren Qualitätsansprüchen entsprechen – aber irgendwas haben, dass wir trotzdem mögen. Ich bin gespannt, ob MARVEL’S RUNAWAYS sich wenigstens dazu entwickeln kann.

Fazit: Kann man machen, muss man nicht. Aber ich bleib erstmal dran! 6,5 von 10 Punkten

Die zehn Episoden sind ab 9. Mai 2018, immer mittwochs, um 21.00 Uhr als deutsche TV-Premieren exklusiv auf SYFY zu sehen. Die Wiederholung der Vorwochenfolge läuft jeweils um 20.15 Uhr.

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