PRIDE

Doku-Tipp: PRIDE (Disney+)

Der Juni ist ja traditionell PRIDE Month, nicht dass nicht jeder Monat eben jener sein sollte. Disney+ hat dafür jedenfalls kurz vor Monatsende noch die 6 teilige Dokuserie PRIDE raus. In dieser wird der Kampf für LGBTQ+ Bürgerrechte in Amerika von den 1950er bis in die 2000er dokumentiert. Die Serie könnt ihr ab 25.6. bei Disney+ schauen.

Zum Inhalt von PRIDE

In PRIDE, von Emmy®-Award-Gewinner Killer Films (This American Life, Mildred Pierce) und Sundance World Cinema Grand Jury Prize-Gewinner VICE Studios (Flee, The Report), erkunden sechs renommierte Regisseure und Regisseurinnen der LGBTQ+ Community heldenhafte und herzzerreißende Geschichten, die Amerika als Nation definieren. Die Serie spannt einen Bogen von der FBI-Überwachung Homosexueller während des „Lavender Scare“ in den 1950er Jahren bis zu den „Culture Wars“ der 1990er Jahre und darüber hinaus und erforscht das queere Erbe der Bürgerrechtsbewegung und den Kampf um die Gleichstellung der Ehe.

Die 6 Episoden thematisieren:

  • 1 – „1950er-Jahre: Die Leute feierten Partys“
  • 2 – „1960er-Jahre: Unruhen und Revolutionen“
  • 3 – „1970er-Jahre: Die Vorreiter des Widerstands“
  • 4 – „1980s: Untergrund“
  • 5 – „1990er-Jahre: Kulturkampf “
  • 6 – „2000er-Jahre: Y2gay“

Meine Review

Ich finds irgendwie immer mega schwer Dokumentation zu bewerten. Denn mit meiner Meinung möchte ich ja mitnichten der Thematik etwas aberkennen oder deren Relevanz schmälern. Vielleicht bin ich einfach nicht der archetypische Doku-Junkie. Denn ich konsumiere Medien durchaus überwiegend für ihren Unterhaltungswert. Der muss dabei nicht immer vor positiver Energie strahlen natürlich. Auch ernste Themen vermögen interessant und fesselnd aufbereitet werden.

Im Falle von Dokumentationen steht das informative oft über dem Unterhaltungswert. Und das ist ja auch vollkommen ok so. Leider erwische ich mich dann nur sehr oft dabei, dass ich dem Thema gerade nicht die notwendige Aufmerksamkeit entgegenbringe(n kann) und oft das Handy in die Hand nehme. Ich will damit nun nicht sagen, dass PRIDE zum einschlafen ist.

Die Dokumentation hat mir viele Informationen vermittelt und mich mit vielen Interviews und Gespräche in eine Revolution mitgenommen die noch lange nicht abgeschlossen ist. Ich selbst sehe ich als Ally der LBGTQ+SW Bewegung und als solche selbstverständlich interessiert an der Thematik. Vielleicht war es also einfach auch der Faktor, dass bis auf Zeitzeugenberichte, für mich persönlich nicht viel Neues gezeigt wurde?

Mein Fazit

Wer sich für Bürgerrechtsbewegungen und den Kampf für die Gleichberechtigung der LBGTQ+ Bewegung interessiert, wer selber Teil dieser Community ist – der wird sich hier wiederfinden. Der wird emotional abgeholt und dem wird bestätigt was er weiß. Dem wird gezeigt was er lebt und kennt. Alle Mitwirkenden haben hier sicherlich viel Herzblut reingesteckt, welches ich mitnichten untergraben will. Jede Geschichte verdient es erzählt zu werden.

Aber PRIDE wird jetzt nicht unbedingt DIE Doku die euch sprachlos hinterlässt und von der ihr eurem gesamten Umfeld sofort erzählen müsst. Das ist wie gesagt kein Grund sie nicht zu sehen. Ich ordne hier lediglich ein. Für den Informationsgehalt und die Message gebe ich PRIDE auf jeden Fall 8 von 10 Punkten. Für den Unterhaltungswert neige ich eher zu 6 von 10 Punkten.

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