Christopher Robin – die Geschichte hinter Winnie Puuh

Christoper Robin – der zuckersüße Film übers Erwachsenwerden und trotzdem Kind bleiben startet am 16. August 2018 in den Kinos. Darin begegnet der nun erwachsene Christoper Robin seinem Kindheitsfreund Winnie Puuh dem Bären. Jeder kennt ihn, ich behaupte mal: Jeder mag ihn – aber wo kommt er eigentlich her? Ich hab mich mal über die Geschichte hinter dem Erfolgsteddy schlau gemacht. 

Die Geschichte eines Namens

Harry Coleburn und Winnie © Lindsay Mattick
Harry Coleburn und Winnie der Braunbär

1914 – der junge britische Tierarzt Harry Colebourn, gerade auf dem Weg zurück nach Europa ersteht auf dem Bahnhof von White River, Ontario, für 20 Dollar den Braunbären Waisen den er nach seiner Wahlheimatstadt benannte – Winnipeg. Winnie, ein Braunbären-Weibchen, wurde ein beliebtes Haustier unter Soldatenkreisen. Doch als seine militärischen Verpflichtungen im 1. Weltkrieg Colebourn nach Frankreich zogen, konnte er sie nicht mitnehmen. Winnie wurde dem Londoner Zoo übergeben wo sie sich schnell zur Hauptattraktion machte. Schließlich war sie den Umgang mit Menschen gewöhnt, war zahm und ließ sogar Kinder auf ihrem Rücken reiten.

Nun war unter den Kindern die Winnie so liebten ein kleiner Junge namens Christoper Robin Milne – Sohn des Autors Alan Alexander Milne. Christopher hatte einen Teddybären, welchen er bereits zu seinem 1. Geburtstag 1922 geschenkt bekommen hatte und der den Namen Edward trug. Doch durch seine regelmäßigen Besuche im Londoner Zoo schloss er Winnie so ins Herz, dass er kurzerhand seinen Edward in Winnie umbenannte.

Das „Puuh“ schließlich, kam von Christophers Haustier dem Schwan, welchen er Puuh nannte. Er gab ihm diesen Namen aus einem einfachen Grund. Rief man seinen Hausschwan, und er kam einfach nicht – ein übliches Verhalten im nur bedingt domestizierten Schwan – konnte man sich noch darauf rausreden, dass man einfach mal „Puuh!“ gesagt hätte. Beeinflusst von den 2 wichtigen Tieren in seinem Leben, wurde aus dem einstigen Edward schließlich Winnie Puuh – der Teddybär.

Vom Teddybären zum Literaturstar

Christopher Robin und Edward © Pictorial Press Ltd-Alamy Stock Photo
Christopher Robin und Edward

1924 veröffentlichte A. A. Milne das Gedicht „Teddy Bear“ im Punch Magazin in welchem der Bär Edward seine erste Erwähnung fand. Noch im selben Jahr erschien der Kinderreimband „When We Were Very Young“ welcher auch den Schwan Puuh enthielt. Erst über 1 Jahr später, im Dezember 1925, traf die Welt auf Winnie Puuh in einer von den Londoner Evening News beauftragten Weihnachtsgeschichte.

In diesem Jahr hatten die Milnes ein neues Sommerhaus erworben, direkt neben einem Wald welcher als der 500-Morgen-Wald bekannt war. Hier verbrachten Christopher und sein Vater endlose Stunden damit den Wald zu erkunden. Oft dabei waren Winnie und auch die anderen real existierenden Plüschtiere Christophers. Diese Abenteuer wurden 1926 im Sammelband „Winnie-the-Pooh“ vereint, welches ein riesiger Erfolgshit für die damalige Zeit wurde. Auch dem echten Christopher Robin Milne bescherte das Buch einen Grad an Popularität wie er heutigen Kinderstars ähnelt.

Illustriert wurden die Geschichten von Ernest H.Shepherds zuckersüßen Zeichnungen. Die Landschaften sind dabei von den tatsächlichen Schauplätzen inspiriert und die Tiere von den echten Kuscheltieren. Mit Ausnahme von Winnie, welcher mehr am Teddy von Shepherds Sohn angelehnt ist – ein Zeichen für die enge Freundschaft die die jahrelange Zusammenarbeit von Künstler und Autor mit sich führte.

Der Internationale Ruhm von Winnie Puh

Im Jahr 1930 erwarb der amerikanische Produzent Stephen Slesinger die Markenrechte für den amerikanischen Markt für heutzutage 1000 Dollar sowie 66% der Lizenzeinnahmen. Er war es, der den zuvor nackten Bären in ein rotes T-Shirt kleidete. Unter seiner Regie entstanden unzählige Merchandising Produkte wie Plüschtiere, Kinderspiele, Radiohörspiele etc. pp.

Winnie-The-Pooh Spiel von 1933 © All About Fun and Games
Winnie-The-Pooh Spiel von 1933

Nach Slesingers Tod 1953 führte seine Frau die Geschäfte einige Jahre weiter bevor sie die Markenrechte 1961 letztendlich an Walt Disney abtrat. Walt Disneys Töchter waren große Fans des tollpatschigen Bären. Unter Disneys Führung folgte 1966 der erste Animationsfilm und seitdem kennt der internationale Erfolg kein Ende. Angeblich bringt der nicht anhaltend wollende Erfolg des Franchises Disney heute noch 3 Milliarden Dollar jährlichen Umsatz (bei einem Gesamtumsatz von ca. 25 Milliarden Dollar p. A.).

Und der Erfolg kennt wirklich keine Grenzen. 2017 erst erschien der Film „Goodbye Christopher Robin“ welcher die Geschichte von A. A. Milne und dessen Familie erzählt. In diesem Werden auch die Schattenseiten des Kinderruhms aufgegriffen. Nun folgt 2018 „Christoper Robin“ welcher vom erwachsenen Christopher und der harten Realität erzählt. Mit diesen Filmen werden die vermeintlichen Kindergeschichten in einen erwachsenen Kontext portiert. Wir Erwachsenen werden damit konfrontiert, dass nicht alles nur Plüsch und Honig ist – aber es dennoch wichtig ist, sich der schönen Zeiten zu erinnern.

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Quellen:
Smithonian.com
Whiteriver.ca
Jon Solo –“The Messed Up Origins of Winnie the Pooh

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