I STILL BELIEVE: Filmkritik zum Heimkinostart

ab dem 10. Dezember startet mit I STILL BELIEVE die wahre Liebesgeschichte des Musikers Jeremy Camp und seiner Frau Melissa auf DVD und Blu-ray. Bereits seit dem 4. Dezember ist der Film digital verfügbar.

Darum geht’s in dem Film

An der Uni verliebt sich der angehende Musiker Jeremy in die bezaubernde Melissa, doch schnell wird ihre junge Liebe auf eine harte Probe gestellt und eine Welt bricht für die beiden Verliebten zusammen. Doch mutig nehmen sie ihr Schicksal an und schaffen es, durch Jeremys Musik und ihren Glauben, immer wieder neue Kraft zu schöpfen.

In der Rolle des Musik-Stars Jeremy Camp überzeugt Newcomer und Mädchenschwarm K.J. Apa sowohl mit seinem schauspielerischen als auch musikalischen Talent. Als Camps Verlobte Melissa überzeugt die aufstrebende Schauspielerin Britt Robertson, in den Rollen von Jeremys Eltern sind die fünffache Grammy®-Gewinnerin Shania Twain und der Oscar®-nominierte Gary Sinise zu sehen.

Ein ur-amerikanischer Film 

Mit 19 habe ich ein Jahr in den USA verbracht. Ich war Au pair Mädchen bei einer amerikanischen Familie in der Nähe von Boston. Meine Gastfamilie war sehr offen und sehr modern und trotzdem gab es Vieles, das für mich ein absoluter Kulturschock war.

Was mich in dem Jahr immer wieder verwunderte war, dass es einen Patriotismus in Amerika gibt, den ich als Deutsch-Spanierin weder in Deutschland noch in Spanien je so erlebt habe. Und es gibt einen unerschütterlichen fast fanatischen Glauben, den ich selbst als Katholikin in dieser Form nicht kenne – und auch nicht nachvollziehen kann.

Und damit wären wir schon bei der Basis des Filmes I STILL BELIEVE. Der dreht sich nämlich um genau diese Art von Gläubigen. Jene, die in einer Radio-Show dazu aufrufen, kollektiv für eine Krebskranke zu beten und felsenfest überzeugt sind, dass die Heilung naht. Die Crux der Sache ist: Ich selbst glaube, es passieren ab und an Wunder. Ich bete auch regelmäßig. Nicht weil ich denke, ich könne etwas damit beeinflussen – aber weil ich mich oft danach besser fühle. Für mich ist das eine Geste der Hoffnung. Aber ich kann trotzdem nicht diese unerschütterliche Religiösität nachvollziehen. Und damit bleibt für mich der Film unnahbar. Ich fühle mich als ob ich durchs Fenster den Film schaue, alle ist gedämmt und nicht greifbar. 

Dazu  habe ich auch ein Problem mit der Hauptdarstellerin Britt Robertson. Ich will ihre Filme mögen, denn ich finde sie bezaubernd und niedlich – aber am Ende mag ich keinen. Sie überzeugt mich darstellerisch einfach nicht. Das einzige Mal, dass sie für mich einigermaßen funktioniert hat, war in der Serie GIRLBOSS. K.J. Apa hingegegen macht mit seiner ruhigen Art einen guten Job. 

Am Ende hat mich die Story natürlich doch berührt und ich habe ein paar Tränchen verdrückt. Ich kann schon nachvollziehen, wenn man den Film mag. Wir verlosen ihn noch bis Freitag (12.12.2020) auf DVD & Blu-ray. Ihr habt also die Gelegenheit, selbst ein Urteil zu fällen. 

Von mir gibt es 6 von 10 Punkten dafür!

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