Filmkritik zum Kinostart von LENE UND DIE GEISTER DES WALDES

Darum geht’s in LENE UND DIE GEISTER DES WALDES

Sommerferien. Für die zehnjährige Lene aus Mecklenburg geht es in den Bayerischen Wald. Zu Beginn ist Lene erst einmal skeptisch, aber ihr Papa will die Natur malen, also müssen die beiden Töchter mit.

Etwas widerwillig beginnt sie ihre Reise, doch unversehens verwandelt sich der Wald in einen Ort voller wunderlicher Gestalten: Einer davon ist der „Waldobelix“ – halb Gespenst, halb Nationalparkwächter. Eine andere die Waldursel, eine Art Wald-Philosophin.

Schnell findet sie Anschluss und staunt, was die neuen Freunde mit dem lustigen Dialekt alles können: Wachteldressur, Schildkrötenrennen und Baumhäuser bauen.

Als sich das Ende der Ferien nähert, hat sich ihr Blick auf den Bayerischen Wald, aber auch auf die Welt an sich gründlich verändert.

Hier der Trailer von LENE UND DIE GEISTER DES WALDES

Meine Filmkritik

Die siebenjährige Protagonistin Lene entführt das Publikum auf eine Entdeckungstour durch die magische Welt des Bayerischen Waldes. Es sind ihr ureigener Blick und ihre Stimme, die für uns Zuschauer eine neue Welt aufmachen – und die aus dem Off durch diesen Dokumentarfilm führen.

Auf Streifzügen durch den Wald begegnet Lene dem urigen Waldobelix und lernt die Legende des verschwundenen Waldpeters kennen, der nun in der „Grotte der schlafenden Seelen“ auf seine Erlösung wartet. Sie redet mit Kühen und Eseln, Wachteln und Käfern. Lene stellt fest, wie faszinierend es ist, sich frischen Honig direkt bei den Bienen abzuholen.

Insekten, Bäume, Pilze, Steine, Höhlen und die sie seit Jahrhunderten umgebenden Legenden, werden durch die schwebende Kamera und das fließende Sounddesign zu fühlbaren inneren Landschaften.

Lenes staunender Blick auf die Welt, öffnet dem Zuschauer die Augen für die Wunder des Waldes. Wie zufällig streuen sich die philosophischen Gedanken der Waldursel über das „Lebensrecht des Waldes“ und die „Verpflichtung des Menschen“ in die Erzählung mit ein.

Fast beiläufig erzählt der Film somit im Kleinen vom ganz Großen: Dem Wald, der Wiege der Menschheit.

Fazit: Ein Film wie ein gelungener Urlaub vom Alltag, voller Abenteuer, Mystik und Begegnungen mit Mensch und Tier. Für große und kleine Abenteurer. Altersempfehlung für Kinder im Alter von 6  bis 10 Jahren.

Daher: 8/10 Goldblums

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