Obi-Wan Kenobi

Obi-Wan Kenobi – Review zum Staffelstart

Seit 27. Mai gibt es nun endlich die ersten beiden Folgen der lang erwarteten Star Wars Serie OBI-WAN KENOBI auf Disney+ zu sehen. Was hat Obi da nur getrieben, in diesen knapp 20 Jahren Off-Screen Zeit? Diese Frage hat viele beschäftigt und hier sollen wir jetzt also die Antwort bekommen…

Zum Inhalt von OBI-WAN KENOBI

Die Geschichte beginnt zehn Jahre nach den dramatischen Ereignissen von „Star Wars: Die Rache der Sith“, als ObiWan Kenobi seine bisher größte Niederlage erlitt: den Untergang und das Verderben seines besten Freundes und Jedi-Lehrlings Anakin Skywalker, der sich als böser Sith-Lord Darth Vader der dunklen Seite zuwandte.

Die Hauptrolle spielt Ewan McGregor, der in seine Kultrolle als Jedi Meister zurückkehrt. Auch Hayden Christensen kehrt in der Rolle des Darth Vader zurück. Außerdem gehören zur Besetzung: Moses Ingram, Joel Edgerton, Bonnie Piesse, Kumail Nanjiani, Indira Varma, Rupert Friend, O’Shea Jackson Jr., Sung Kang, Simone Kessell und Benny Safdie.

Meine Review der ersten beiden Folgen Obi-Wan Kenobi

Wie man es bisher schon von den anderen Star Wars Serien – und nicht zuletzt den klassischen Filmen (die neue Trilogie mal außen vor) gewohnt ist, besticht auch OBI-WAN KENOBI vor allem durch unaufgeregte Bilder und ein ruhiges Tempo. Das heißt natürlich nicht, dass es nicht auch Action-Sequenzen gibt – aber die Serie bleibt der Tradition treu und ist keine wilde Achterbahnfahrt.

Obi-Wan Kenobi, der sich jetzt bereits Ben nennt, befindet sich zu Beginn der Serie auf Tatooine und versteckt sich vorm Imperium. Dabei behält er stets Luke im Auge, bei dem er ein Erwachen der Macht erwartet. Er scheint sich die Schuld an Anakins Abkehr von der Macht geben. Und vermutlich um diese Schuld wiedergutzumachen, versucht er nun bei Luke besser aufzupassen.

Umso fragwürdiger finde ich seine initiale Reaktion, als er eine Nachricht von Bale Organa erhält. Denn zu meiner Überraschung sehen wir hier nicht nur den jungen Luke, sondern vor allem auch die junge Leia. Und oh boy – sie ist ja mal mit 10 Jahren schon ne Granate!

Aber zurück zum Thema – Leia wurde entführt. Die Frage ist: wurde sie als Leia Organa entführt, Tochter eines Senators. Oder wurde sie entführt, weil jemand mehr wusste? In jedem Fall erbittet Bale Obi-Wans Hilfe und der lehnt zunächst eiskalt ab! 

A Rebel at Heart

Man merkt den ersten beiden Folgen an vielen Stellen an, dass Obi-Wan sich in einem Zwiespalt befindet. Bisher wusste er eigentlich immer ganz gut Bescheid, was er wollte (mit Ausnahme dieser einen Sache auf Mandalore …), aber nun weiß er weder, was er tut noch, wohin sein Weg führt.

Er fühlt sich Anakin und Padme verpflichtet. Er will deren Kinder beschützen. Aber irgendwie liegtsein Fokus dabei stark auf Luke. Leia wird entführt und er denkt sich so „yoa, sorry bro, ich kann hier grad nicht weg“? Ist Luke jetzt wichtiger als Leia, da er vermutet, Luke könnte das eigentliche Ziel der Prophezeiung sein?

Natürlich knickt er dann doch ein und versucht Leia zu retten. Aber es ist nicht der einzige Moment, der an seiner aktuellen Motivation zweifeln lässt. So erklärt er einem anderen Jedi, der auf der Flucht seine Hilfe ersucht, einfach nur, die Jedi hätten jetzt halt verloren und lässt ihn daraufhin im Stich.

Der Weg zur dunklen Seite der Macht

Genau dieses „im Stich lassen“ legen die imperialen Inquisitoren den Jedi zur Last, als sie unter der Bevölkerung nach Hinweisen fragen. Eine von diesen Inquisitoren, Reva, erscheint besonders spannend. Es wird immer wieder angedeutet, dass die anderen ihre Stellung hinterfragen. Meine Vermutung ist, dass sie eine der Jedi-Jünglinge war, welche durch die Sith umerzogen wurden.

Somit wird sie in den Rängen der Sith nie wirklich angenommen werden und fühlt sich von den Jedi, die es noch gibt, verraten und im Stich gelassen. Ein spannender Konflikt!

Mein Fazit zu Obi-Wan Kenobi

Zum Schluss der zweiten Folge sehen wir DEN Moment, in dem Obi-Wan erfährt, dass Anakin noch lebt und jetzt als Darth Vader unter Palpatine sein Unwesen treibt. Für ihn waren das 10 Jahre, in denen er glaubte, dass er seinen eigenen Padawan und Freund getötet hat. 10 Jahre der Schuld.

Der Moment wirkt fast schon klaustrophobisch, man spürt seine Panik richtig. Ewan McGregor spielt das phänomenal. Und dann wars das auch schon mit der Folge – wie wird Obi-Wan mit diesem Wissen umgehen und wird er versuchen Anakin aufzusuchen oder eher meiden?

Ich empfand die ersten beiden Folgen als starken Staffelauftakt. Am besten gefällt mir, dass der überperfekte Obi-Wan Kenobi hier deutlich vermenschlicht wird. Man sah seine menschliche Seite bisher vor allem in der Beziehung zu Satine sowie beim finalen Kampf in Episode III (wer bei „Anakin, du warst mein Bruder!“ keine Pipi in den Augen hat, ist kein Mensch!). Nun sieht man, dass da deutlich mehr schlummerte. Man sieht den desillusionierten und ziellosen Obi-Wan, der sich erst neu finden und definieren muss. Und ich bin gespannt, diese Reise zu begleiten!

Von mir gibts 10/10 Punkten!

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