REVIEW: „A BIGGER SPLASH“ (KINOSTART AM 05. Mai 2016 IM VERLEIH VON STUDIOCANAL)

Von Beate Geibel

Zum Inhalt

Das berühmte Künstlerpaar Paul (MATTHIAS SCHOENAERTS) und Marianne (TILDA SWINTON) reist auf die idyllische Insel Pantelleria, um in der malerischen Abgeschiedenheit Süditaliens einen romantischen Urlaub zu verbringen. Es scheint der perfekte Ort. Doch die Harmonie der beiden gerät abrupt ins Wanken, als sie unerwartet Besuch von ihrem alten Freund Harry (RALPH FIENNES) und dessen äußerst attraktiven Tochter Penelope (DAKOTA JOHNSON) bekommen. Während Paul bald der lasziven Ausstrahlung der jungen Frau verfällt, erwacht zwischen Marianne und Harry eine „alte“ Leidenschaft. Ein gefährlicher Sog zieht die vier immer tiefer in einen Abgrund aus Eifersucht, Leidenschaft und sexueller Obsession…

FAZIT

Mein Problem bei diesem Film: ich krieg das brilliante Original „The Swimming Pool“ von 1969 einfach nicht aus meinen Kopf: Alain Delon, Romy Schneider, Maurice Ronet und Jane Birkin sind nicht nur die perfekte Besetzung, sondern haben auch eine überzeugende Chemie und jede Menge Sex Appeal.

 Was man leider vom hier vorliegenden losen Remake nur in wenigen Teilen behaupten kann. Für mich ist bis auf Harry (Fiennes) keiner der Charaktere wirklich glaubwürdig, vor allem Tilda Swinton als stimmlich erkrankter Rockstar, nope, nehm ich ihr nicht ab.

Dakota Johnson hat die Arschkarte, da ihre Rolle ein einziges wandelndes Cliche ist, was mich nach 15 Minuten einfach nur noch langweilt. Ralph Fiennes hat ganz offensichtlich Spaß am Nacktsein und wandelt auf einem sehr schmalen Grad zwischen „Mann, er nervt“ und „okay, die Szene war jetzt tatsächlich witzig“. Das allerdings aber so dermaßen gekonnt, dass er mit seiner exzellenten Performance des selbstzerstörerischen Hedonisten, den kompletten Film auf Spur hält.

Matthias Schoenaerts schaut hübsch aus der Wäsche, bleibt aber trotz vorhandenem und bereits in früheren Filmen unter Beweis gestelltem Talent, seltsam blaß und wirkt irgendwie abwesend.

Alles in allem, ein unterhaltsamer, schicker Film, mit wunderschöner Cinematografie und einem überraschend eklektisch zusammengestellten Soundtrack, der aber nur an wenigen Stellen überzeugt und dem Original nicht das Wasser reichen kann.

FAZIT: 5/10

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