Raising Kanan

Review und Interview: POWER BOOK III: RAISING KANAN (Starzplay)

They say this is a big, rich town, I just come from the poorest part, bright lights, city life, I gotta make it … Ohrwurm. Bitte sehr. 50 Cent und sein megaerfolgreiches POWER Universum melden sich zurück mit POWER BOOK III: Raising Kanan. Das nunmehr zweite Spin-Off widmet sich Kanans Jugend und formierenden Jahren. Die zehn Folgen umfassende Staffel startet am 18. Juli, wochenweise auf STARZPLAY. Nebst Vorabsichtung der ersten Folge durfte ich auch mit dem jungen Kanan Darsteller, Mekai Curtis, zur Staffel sprechen!

Zum Inhalt von POWER BOOK III: RAISING KANAN

RAISING KANAN spielt in South Jamaica, Queens im Jahr 1991 und ist die Vorgeschichte zum POWER-Franchise. Das weit ausholende Familiendrama erzählt das Aufwachsen von Kanan Stark, dem Mentor, Partner und Widersacher von Ghost und Tommy, der schließlich in der achten Episode der vorletzten Staffel von POWER im Kugelhagel stirbt.

Bei unserem Wiedersehen mit Kanan ist er jedoch noch das 15-jährige Einzelkind von Raquel „Raq“ Thomas, einer Kokainhändlerin mit einem wachsenden Netzwerk von Dealern in der Stadt. Ähnlich wie die Mutterserie POWER erforscht RAISING KANAN Themen wie Identität, Gewalt und Vermächtnis, taucht aber auch tief ein in Familienprobleme – in die einzigartige, komplizierte und belastete Dynamik zwischen Eltern und Kind, Mutter und Vater, Bruder und Schwester.

Meine Review zu RAISING KANAN

Kanan war in POWER ja durchaus ein faszinierender Charakter. Insbesondere da er von 50 Cent höchstpersönlich dargestellt wurde, braucht man nicht drumherum tänzeln, dass er einfach cool war. Aber trotz aller Coolness, lässt sich auch nicht abstreiten, dass Kanan einfach mal ne riesengroße Arschkrampe ist/war. Erwartet nicht, diese Arschkrampe hier zu sehen.

Der Kanan, den wir hier sehen, erinnert viel mehr an Tariq aus Power. Ein Teenager, der noch recht blauäugig auf die Welt blickt. Doch eins unterscheidet ihn und seine Geschichte grundlegend von Tariq – dieser kam aus einem oberflächlich betrachtet „gutem“ Elternhaus. Ghost und Tasha versuchten ihre Kinder vor der Wahrheit ihrer Geschäfte abzuschirmen und belogen sie dabei weitestgehend. Kanan wächst mit alleinerziehenden Mutter auf. Diese will ihn zwar zunächst nicht in die Geschäfte inkludieren – macht aus der Natur der Geschäfte aber absolut kein Geheimnis.

Effektiv sehen wir hier also einen direkten Erziehungsvergleich. POWER BOOK II: GHOST zeigte einen Tariq, der erst relativ verzögert und hart in die Drogenwelt geschmissen wurde und daher noch eine weiche Seite hat. POWER BOOK III: RAISING KANAN zeigt uns einen Kanan, der von dieser Welt von klein auf geprägt wurde und mit dieser ganz anders aufwächst. Auch die soziale Ebene auf der sich beide junge Männer bewegen unterscheidet sich grundlegend. Diese Faktoren machen schlussendlich aus Kanan die Arschkrampe, die wir kennen und die viele vermutlich lieben.

Mein Fazit zur RAISING KANAN

Mir lag vorab ja nur die erste Folge vor. Wirklich viel kann ich also gar nicht berichten. Der Look ist cool und spricht deutlich 90er. Schaut euch allein schon das Titelbild in grieseliger 90er Foto-Ästhetik an. Entsprechend coole 90er Musik läuft im Hintergrund. Der Cast ist für das POWER Universum ein komplett neuer. Die einzigen Charaktere, die Fans bereits kennen, sind Kanan und seine Cousine Jukebox.

Das verspricht einen spannenden Einblick in einen Teil des POWER Universums, den wir bisher einfach nur vom Hörensagen kannten. Auch die Sache mit dem Vergleich zwischen Tariq und Kanan macht die Story für mich extrem spannend. Die Serie wurde übrigens bereits jetzt, vor eigentlichem Start, auf eine zweite Staffel verlängert! Am Ende sehen wir also irgendwann, wie Kanan Ghost und Tommy kennenlernt? Wenn das nichts ist!

Ich bin gehyped und gebe RAISING KANAN dafür 9 von 10 Punkte (einer weniger, weil Kanan einfach trotzdem ne Arschkrampe ist.)

Podcast Time: Das Seriensprechzimmer Interview mit Mekai Curtis

Aber lasst euch davon bitte nicht abhalten, in mein Interview mit Darsteller Mekai Curtis reinzuhören. Der ist nämlich ne ziemlich coole Socke und hat tolle Sachen vom Set, Casting und aus den 90ern zu berichten. Also ab zu unserem Podcast Das Seriensprechzimmer – überall wo es Podcasts gibt! 😉

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.