Review zum Heimkinostart von INTO THE BEAT – Dein Herz tanzt

Ich habe 15 Jahre Ballett und Jazz getanzt. Ich kenne jeden Tanzfilm, viele davon habe ich bestimmt an die zehn Mal gesehen. Kein Wunder also, dass ich bei dem neuen deutschen Tanzfilm INTO THE BEAT – Dein Herz tanzt direkt hellhörig geworden bin. Ein neuer Tanzfilm? Her damit!

Darum geht’s:

Katya (Alexandra Pfeifer) und ihre ganze Familie sind begnadete Ballettänzer. Sie trainiert für ein Vortanzen bei der New York Ballet Academy, um eines der wenigen Stipendien zu bekommen. Durch Zufall gerät sie an eine Gruppe Street Dancer und erlebt eine völlig andere Art zu Tanzen. Sie blüht auf und kann alle ihre Emotionen ausdrücken. Außerdem lernt sie Marlon (Yalany Marschner), einen der Street Dancer, näher kennen. Er fordert sie immer wieder an ihre Grenzen zu gehen und zusammen beschließen sie, an einer Audition für die weltbekannte Street Dance Crew Sonic Tigers teilzunehmen. Denn eins steht für Katya fest: zurück in den Ballettsaal kann sie nicht mehr. Aber schafft sie den Absprung?

Ich muss sagen, ein Tanzfilm muss für mich keine Oscarverdächtigen Filmbilder oder tiefe Dialoge und einen ultimativen Plot-Twist haben. Auch die Geschichte von Street Dance und Ballett ist nicht neu. Aber für mich muss ein Tanzfilm das Rad auch nicht neu erfinden. Er muss mich berühren und in meine Tänzervergangenheit zurücksetzen. Und das hat INTO THE BEAT – Dein Herz tanzt auf jeden Fall geschafft!

Ich konnte mich an vielen Stellen mit Katya identifizieren. Die Tanzszenen sind der Knaller und auch die Musikauswahl finde ich großartig. Es ist ein absolutes Feel-Good-Movie. Auch toll finde ich, dass der Film zwar in der klischeehaften Story bleibt, es aber dennoch schafft eine ganz eigene Version daraus zu machen. Vor allem die Vater-Tochter-Beziehung hat mir gut gefallen, es war mal etwas neueres als „Ehemalige-Ballettänzerin-als-Mutter-mit-unerfüllten-Karriereträumen“. Aber ich will hier auch nicht spoilern.

Was ich dennoch etwas kritisieren muss: leider waren manche Reaktionen für mich zu abrupt. In manchen Szenen gab es wenig bis keinen Aufbau oder roten Faden, der zu der Reaktion einer Hauptfigur geführt hat. So kamen manche Gefühlsausbrüche oder Dialoge für mich überraschend und manchmal auch sehr holprig rüber. Dennoch kann ich jedem Tanzfan da draußen diesen Film wärmstens empfehlen.

Mein Fazit: 8 von 10 Ballettschuhen

Und wenn ihr euch den Film gerne anschauen möchtet, dann schaut doch bei unserem Gewinnspiel vorbei! Wir verlosen nämlich eine DVD von INTO THE BEAT – Dein Herz tanzt. Bis zum 20. Dezember 2020 könnt ihr noch teilnehmen – wäre das nicht ein tolles vorzeitliches Weihnachtsgeschenk?

 

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.