REVIEW: „MARVEL’S IRON FIST“ – ab 17. März 2017 exklusiv auf NETFLIX

Von Beate Geibel

ÜBER MARVEL’S IRON FIST

Nach einem Flugzeugabsturz galt Milliardär Danny Rand (Finn Jones) 15 Jahre lang als vermisst – nun kehrt er überraschend nach New York City zurück. Um sein Familienvermächtnis anzutreten, muss er sich mit seiner Vergangenheit auseinandersetzen. Gleichzeitig erhebt sich ein finsterer Feind in der Stadt, dem sich Rand als Iron Fist gegenüberstellen muss. 

FAZIT: MARVEL’S IRON FIST

Das Problem, was Marvel, neben dem Aufholen der Mitbewerber wie Amazon, Hulu und Sky, inzwischen hat, ist die gestiegene Erwartungshaltung. Wie bei fast allen Marvel Serien dauert es minimum drei Folgen, bis die Geschichte ins Laufen kommt und auch dann ist sie nicht richtig rund.

Das liegt zum einen am Hauptdarsteller, Finn Jones, bekannt aus „Game of Thrones„, der in der Rolle des Danny Rand nicht wirklich überzeugt –  aber auch am extrem langsamen Aufbau der Geschichte. Das Drehbuch, was Rands Charakter wie Bambi zwischen Ninjas ausschauen lässt, dessen ständigen Belehrungen von Colleen, gespielt von Jessica Henwick („Star Wars The Force Awakens„), die in der Serie ein Martial Arts Dojo leitet, nervt. Und genau diese Colleen stiehlt ihm fortwährend die Show und ist der interessanteste Charakter, weil Kicker of Asses, vor allem ihre Szenen in den Käfig-Kämpfen sind grandios.

Das alles nur bei Finn Jones abzuladen wäre allerdings ungerecht, bedenkt man, dass er, wie er gerade in einem Interview dem Telegraph verriet, gerade mal drei Wochen Zeit bekam, um die die Szenen einzustudieren und die Techniken zu lernen. Zudem hatte er, wegen des extrem engen Zeitplanes des Drehs manchmal nur 15 Minuten Zeit, die Kampfszenen zu proben und genau da hapert es.

Wenn man einen Filme/Serie über Martial Arts dreht, dann erwartet der Zuschauer eben auch gut choreografierte Martial Arts und das findet hier nur in Ansätzen statt. Das liegt aber für mich eben auch bei Marvel/Netflix und nicht nur beim Schauspieler.

Alles in allem kurzweilig und unterhaltsam, aber zumindest bis zur Episode 6, die ich vorab als Screener sehen durfte, fehlt der Punch, der Drive und auch die Glaubwürdigkeit. Mit „Luke Cage“ zusammen die bisher schlechteste Serie aus dem Marvel Universum.

Fazit: 3/10

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