REVIEW ZUM FILM „MEINE SCHÖNE INNERE SONNE“

Von Isabelle Theilen

Kurzinhalt zum Film MEINE SCHÖNE INNERE SONNE

Isabelle (Juliette Binoche) lebt als Single in Paris. Sie ist Künstlerin und erhält für ihre Arbeiten viel Anerkennung. Doch diese Art der Anerkennung ist nicht die, die sie verzweifelt sucht. Isabelle will sich nicht nur verlieben, sondern sie will die große Liebe fürs Leben finden. Geschieden und mit einer 10 jährigen Tochter will sie sich nicht damit zufrieden geben, dass das jetzt ihr Leben ist. So gerät sie von der einen Affäre mit einem verheirateten Bänker in die nächste, mit einem verheirateten Schauspieler. Die Beziehungen sind jedoch nie von Dauer. Keiner der Männer, die Isabelle kennen lernt, kann ihr geben was sie sucht. Die Diskrepanz zwischen ihrem Anspruch und den Kompromissen, die sie eingehen müsste, sind einfach zu groß. In ihrer Ratlosigkeit erhofft sich Isabelle ausgerechnet von einem Wahrsager (Gérard Depardieu) die Antwort auf die Frage, die sie mehr als alles andere beschäftigt – gibt es die Liebe fürs Leben oder ist sie nur eine Utopie?

Fazit

Die Suche Isabelles nach der großen Liebe und dem Mann fürs Leben ist unglaublich anstrengend zu beobachten. Sie wirkt verzweifelt, nimmt, was sie kriegen kann – und ist am Ende enttäuscht, wenn sie als Frau von den Männern nur ausgenutzt wird. Sie dreht sich im Kreis und scheitert immer wieder an sich selbst. Diese vergebliche Suche wiederholt sich ein ums andere Mal. Am Anfang ist die (blinde) Euphorie, bald gefolgt von der Ernüchterung. Manchmal hat man als Zuschauer das Bedürfnis ihr zuzurufen, dass sie schon wieder in eine Sackgasse läuft. Doch Isabelle fasst immer wieder neuen Mut. Und findet auch immer wieder neue Kandidaten. Auch vor ihrem Ex-Mann macht sie nicht Halt. Doch das Ergebnis bleibt das Gleiche: Kein Mann kann und will sich so auf sie einlassen, wie sie sich das wünscht. Da machen auch ihre Overknee-Stiefel mit 12 cm Absatz und ihre tief ausgeschnittenen Oberteile keinen Unterschied.

Über 90 Minuten dreht sich ihr Leben mehr oder weniger im Kreis. Entsprechend „spannend“ ist es auch, ihr dabei zuzusehen. Dialoge ziehen sich teilweise in die Länge und das Tempo der Dialoge ist fast schon einschläfernd. Sie spiegeln also gut Isabelles Leben wieder, das sie ebenfalls langweilig und emotionslos empfindet. Der Höhepunkt des Films fehlt oder geht zumindest unaufgeregt vorüber – vergleichbar mit Isabelles Liebesleben.

Sie scheint während des ganzen Films damit beschäftigt zu sein, endlich irgendwo anzukommen. Stürzt sich aber immer wieder in neue Versionen des immer Gleichen, anstatt sich und ihre Handlungen zu hinterfragen. Zuletzt sucht sie Hilfe bei einem Wahrsager. Ob sie es schafft seinem Rat zu folgen und eine „schöne innere Sonne“ zu finden, also mit sich selbst ins Reine zu kommen?

Fazit: Zermürbende Story ohne viel Handlung  – Daher 3 von 10 Punkten

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