REVIEW: „NORMAN“ (Kinostart: 21. September 2017)

Inhalt

Am Rande der von Macht und Geld geprägten Welt New York Citys erträumt der einsame Möchtegern-Geschäftsmann Norman Oppenheimer (Richard Gere) große Finanzpläne – bislang allerdings völlig erfolglos. Mit leeren Händen dastehend, versucht Norman, sich mit jedermann anzufreunden, doch auch das unaufhörliche Kontakteknüpfen bringt ihn letztlich nicht weiter. Immer auf der Suche nach Aufmerksamkeit nimmt er eines Tages Micha Eshel (Lior Ashkenazi) ins Visier. Der charismatische israelische Politiker ist in der Stadt ebenfalls allein und am Tiefpunkt seiner Karriere angekommen. Norman wittert Eshels momentane Beeinflussbarkeit und schenkt ihm ein überaus teures Paar Schuhe – eine Geste, die den Politiker tief berührt und in naher Zukunft unabsehbare Konsequenzen für beide hat.

Fazit

Ob man den Film mag, steht und fällt mit der eigenen Entscheidung, die Hauptperson,  Norman (Richard Gere) zu mögen.

Norman ist zu Beginn des Films nicht besonders sympatisch. Er ist ein kleiner, schmieriger Gauner, der einem durch seine ausdauernde Drängelei, sein nicht endenwollendes Gelaber entsetzlich auf die Nerven geht.

Es ist allein Richard Gere und seiner perfekt ausbalancierten Schauspielerei zu verdanken, dass man im Laufe des Filmes beginnt, so etwas wie Empathie für Norman zu empfinden und ihn schließlich lieb zu gewinnen.

Zur Mitte des Filmes dachte ich, das MUSS gut ausgehen für ihn.

Bitte, bitte, ich will nicht, dass er mit seinen Hirngespinsten, seiner Hochstapelei, seinen Luftschlössern auf die Nase fällt.

Die Geschichte hat fast etwas kafkaeskes in ihrer Absurdität und vor allem in ihrem am Ende fatalistischen Humor.Ein ganz wunderbarer, liebenswerter Film, der noch Tage später im Herzen bleibt und trotz seiner Tragik intelligent unterhält.

PS: Ein Oscar für Herrn Gere bitte! Daher 10 von 10 Punkten

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