Review: THE LAST JOURNEY – DIE LETZTE REISE DER MENSCHHEIT (Heimkinostart)

Postapokalypse, Dystopie und Weltuntergang? Da braucht man mich nicht zwei Mal fragen, ob ich diese Filme sehen möchte! Heute steht THE LAST JOURNEY auf unserem Programm. Wie ich den Film fand und worum es da eigentlich geht, erfahrt ihr hier!

Inhaltsangabe zu THE LAST JOURNEY: 

Wir befinden uns in naher Zukunft, in der die Sonne nicht mehr scheint und nur ein roter Mond der Menschheit die nötige Energie gibt, um weiter zu überleben. Dieser Mond droht dabei die gesamte Menschheit endgültig zu vernichten, als er seinen Kurs ändert und der Einschlag droht. Einer der begabtesten Astronauten ist der Letzte, der die Menschen jetzt noch retten kann: Paul W.R. (Hugo Becker). Paul verschwindet und begibt sich auf die Flucht vor den verzweifelten Menschen. Auf seiner Reise begegnet er der jungen Elma (Lya Oussadit-Lessert), die ihn fortan begleitet. Gemeinsam versuchen sie das Geheimnis des roten Mondes zu lüften. Ungleicher könnte unser Heldenduo wohl nicht sein..

Ein französischer dystopischer Roadtrip

THE LAST JOURNEY wurde 2020 in Frankreich produziert und mit hochkarätigen Schauspielern wie unter Anderem Hugo Becker, Jean Reno und Paul Hamy besetzt. Ich muss sagen, dass ich mich in der französischen Filmwelt kaum auskenne, aber selbst ich kannte einige der Schauspieler. Hugo Becker zum Beispiel spielt Prinz Louis Grimaldi in Gossip Girl und Jean Reno hat bereits in so vielen bekannten Filmen mitgespielt – das Gesicht kennt man auf jeden Fall!

Oft mag ich französische Filme nicht, weil sie aus meiner Sicht sehr dramatisch und oft traurig und einen ganz eigenwilligen Humor haben. Meine rein subjektive Meinung darüber hat THE LAST JOURNEY leider nicht verändert.

80s Vibes & Back to the Future

Der Film steigt ein und zeigt uns wie die Welt ist. Technisch weiterentwickelt und vor allem überwacht. Die ganze Zeit über habe ich durch den Look und die Musik absolute 80er Jahre Gefühle und einige der Bewohner sehen aus als wären sie direkt aus The Mandalorian entsprungen. Als es dann noch ein Auto gibt, was schwebt und voll gepackt mit Technik ist, denke ich unweigerlich an Zurück in die Zukunft. Tolle Kombi für den Start!

Aber dann muss ich sagen zieht sich der Film. Er kommt nicht so richtig in die Gänge. Erst in der Mitte nimmt er langsam Fahrt auf und fängt an mich ein bisschen bei Laune zu halten. Darauf will ich aber wegen Spoilergefahr nicht weiter eingehen.

Familie ist alles

Und was darf in einem Apokalypse Film natürlich nicht fehlen? Richtig – ein Familiendrama! Aber nicht so, wie ihr jetzt denkt – hier muss keiner seine Familie schützend zu einem Safe Place führen. Aber wir lernen auch Pauls  Bruder Elliot W.R. (Paul Hamy) kennen, der bei der ersten Rettungsmission scheitert und nun Paul finden will. Der Tod ihrer Mutter spielt auch eine größere Rolle, da sie häufig Thema der Flashbacks ist, die in schwarz weiß gezeigt werden. Elliot macht jagt aus seinen Bruder und alte Vorwürfe werden wieder aufgewärmt. Die Brüder wirken nach und nach immer verrückter.

Bon Voyage, Paul

Den größten Teil des Films nimmt der Aufbau der Beziehung zwischen Teenagerin Elma und Paul ein. Durhc elma wird Paul gezwungen Verantwortung zu nehmen und wichtige Fragen zu beantworten und mit sich und seiner Vergangenheit abzuschließen. Elma ist eine tolle Figur, die tough und neugierig ist, einem aber nicht direkt auf den Keks geht. Sie wirkt eher wie Pauls kleine Schwester.

Je weiter wir in der Story vorankommen, desto mehr wird auch die Verbindung zwischen dem roten Mond und Paul W.R. deutlich. Dieser hört nämlich immer wieder eine Kinderstimme, die ihn warnt. „Finde den Wald. Hab keine Angst. Hör auf deine Medizin zu nehmen, du brauchst sie nicht. Tut dem roten Mond nicht weh.“ Dazu kommen Flashbacks aus seiner Kindheit und Albträume. Ein bisschen spooky, wenn ihr mich fragt und hier gehen meine Gedanken dann auch direkt in Richtung Trash Movie. Häufig haben diese Filme mit geheimnisvollen Stimmen und Apokalypse/Alien Setting einen ganz miesen Plottwist. Der fehlt zum Glück bei THE LAST JOURNEY. Aber auch alle anderen Antworten fehlen leider. Der Film endet ziemlich abrupt – aber auch hier will ich natürlich nicht spoilern!

Unterhaltung auf durchschnittlichem Niveau

Für mich ist THE LAST JOURNEY nicht unfassbar gut aber ich habe auch deutlich schlechtere Filme in diesem Genre gesehen! Wer sich auf die Story einlässt und ein Fan dieser Filme ist, der kann ihn sich auf jeden Fall an einemverregneten Sonntag ansehen. Wer dem Genre eh kritisch gegenüber steht, wird hier nicht vom Gegenteil überzeugt werden. Alles in allem aber ein eher durchschnittlicher Film.

Fazit: 5 von 10 roten Monden

Wer Lust hat, den Film selbst zu sehen, kann bei unserem Gewinnspiel zum Heimkinostart von THE LAST JOURNEY teilnehmen! Jetzt noch schnell mitmachen und eine DVD gewinnen.

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