Trying

Review und Interview zu TRYING Staffel 2 (Apple TV+)

Am 21. Mai feiert die zweite Staffel der von der Kritik gefeierten Comedy-Serie TRYING weltweit Premiere auf Apple TV+. Die ersten beiden Episoden der Serie, die bereits um eine dritte Staffel verlängert wurde, werden direkt zum Start verfügbar sein, gefolgt von einer weiteren Episode jeden Freitag exklusiv auf Apple TV+. Ich durfte mir nicht nur die ganze Staffel vorab sehen, sondern auch mit den Hauptdarstellern Esther Smith und Rafe Spall quatschen.

Zum Inhalt von TRYING Staffel 2

In der zweiten Staffel von TRYING navigieren Nikki (BAFTA-Nominierte Esther Smith) und Jason (SAG-Nominierter Rafe Spall) weiterhin durch den Adoptionsprozess. Die Adoptionskommission hat die beiden zwar zugelassen, die Vermittlung eines Kindes ist jedoch schwieriger als gedacht. Es scheint, als würden ihnen andere Paare permanent die Kinder vor der Nase wegschnappen, während sie allein zurückgelassen werden. Mit der Unterstützung ihrer exzentrischen Sozialarbeiterin Penny (Imelda Staunton) sind sie aber fest entschlossen, alles zu tun, was sie können.

Als Nikki bei einer Adoptionsveranstaltung schließlich ein kleines Mädchen namens Princess kennenlernt, weiß sie sofort, dass dies das richtige Kind für sie ist. Aber es gibt Hindernisse, die sich als unüberwindbar erweisen könnten. Zum wiederkehrenden Cast gehören außerdem Ophelia Lovibond („Elementary“, „W1A“), Oliver Chris („Motherland“, „Vier Hochzeiten“), Sian Brooke („Sherlock“, „Good Omens“), Darren Boyd („Killing Eve“, „Luther“) und Robyn Cara („Life“, „Ackley Bridge“).

Meine Review

Was ich an TRYING toll finde, ist dass es eine Comedy Serie über ein eigentlich sehr ernstes Thema ist. Denn Kinderwunsch und Adoption sind einfach Themen welche viele Tausende Menschen weltweit beschäftigen und oft über Jahre zermürben. Nicht immer gibt es dabei ein Happy End. Der Adoptionsprozess ist ja nicht grundlos so kompliziert. Selbstverständlich wird dabei das möglichste Getan um zum Wohl der Kinder zu entscheiden. Doch hinterlässt dies auch viele traumatisierte Eltern.

TRYING schafft es dennoch in diese Grundthematik eine Leichtigkeit zu bringen. Es gibt dennoch lustige Momente – Aber der Spaß geht dabei nie auf Kosten adoptierender Eltern. Viel mehr wird die anfangs doch sehr naive Einstellung von Nikki und Jason aufs Korn genommen. Oder das verallgemeinerte Elternwerden und dahingehend unzureichende Kenntnisse. Oder eben das drumherum. Denn auch das familiäre und soziale Umfeld wird in Staffel zwei weiter beleuchtet.

Nikkis Schwester Karen und ihr Eigenbrötler Freund Scott wollen heiraten, das befreundete getrennte Pärchen Erica und Freddy sind beide wieder auf dem Dating Markt, und natürlich kauzige Eltern. Streckenweise verliert sich Staffel zwei fast zu sehr in diesen Nebenplots und der Adoptionsplot kommt kaum voran. Doch ist doch genau dass eigentlich Indiz dafür, wie langwierig dieser Prozess sein kann. Überhaupt schon ein Kind in Aussicht zu haben nach einem Jahr klingt da fast schon utopisch.

Mein Fazit

TRYING ist eine wunderbare Dramedy/Sadcom (mehr dazu im Interview) die trotz der ernsten Grundthematik irgendwie eine wohlige Wärme erzeugt. Man fiebert mit Nikki und Jason. Aber man freut sich auch über ihre kleinen Glücksmomente. Und so fühlt es sich alles in allem dennoch nach Feel-good TV an. Aber eben welches, dass auch in der Realität verhaftet ist.

Von mir gibts für Staffel 2 daher 9 von 10 Punkten für gute wohlig warme Unterhaltung.

Aber nun zum Interview…

What kind of feedback have you been getting from parents and especially adoptive parents after season one?

Esther: It has been such a lovely surprise that after season one I’ve been getting lots of messages from people who have been going through the process. They felt it’s such a relief to have their story represented. And that’s been such a validation for us and the team creating TRYING to get confirmation that this is really exactly how it has been for those people.

Rafe: Well I’ve been writing most of these messages.

Esther: Oh….

Was there anything new that you have learned about the adoptive process?

Rafe: Definitely. I really wasn’t aware of how difficult, stringent and laborious a process it was. How much meddling in your private life there is, how many hurdles you will have to jump, how long it can take… All of it adds up to being a very difficult emotional experience. And has given both of us a real respect for the people that embark on that journey. It isn’t easy. And if you get to the end of it and you still want a child – it means you’re really doing it for the right reasons. I find that quite moving really.

How was it to work with the great Imelda Staunton?

Esther: It was such a joy to be able to work with her. You can’t help but learn a lot from her. She just kind of comes in and does her job so effortlessly and then leaves again. And you’re like „oh wow“. She just like comes in an sprinkles her magic onto this. It’s a priviledge to work with. And she’s also so down to earth and funny as a person.

Rafe: She’s not down to earth with me…she’s down to earth with you??

Esther: She’s really down to earth with me.

Rafe: She’s not nice to me

Esther: Oh. She actually did mention that she didn’t like you.

Rafe: She’s quite aggressive. Physically.

Esther: She hits you?

Rafe: She has.

Both: That’s not true! (laughing a lot)

Rafe: That’s not a thing to joke about. No, she’s lovely and an extremely classy addition to the show. And we’re very very lucky to have her.

The show is somewhere between comedy and drama. What’s the label you would use to define this genre? Dramedy?

Esther: Didn’t someone call it Sadcom? Yeah so I’d say it’s somewhere happily in between. It’s just got a lovely mixture of the both, so yeah – dramedy?

Rafe: I hate the word dramedy…cringe! Any amalgan of words, like Brexit, like how is that suddenly a word? It’s just two words smushed together, you can’t just say that’s a word now! And dramedy falls right into that. To me, it’s a comedy show that is rooted in truth and deals with serious matters. But the falling over is not big, it’s low-key. The comedy comes from the everyday and the relatable aspects of the show. But also it’s just a half-an-hour format which is just traditionally a comedic format. Whereas drama is usually an hour. And it’s really neat story telling with bite-sized bits, I really like doing these half-an-hour episodes. It’s just a really nice thing to watch as well, very digestible from an audience’s point of view.

(Answers have been shortened and edited for clarity)

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