Army of the Dead

Review zu ARMY OF THE DEAD (Netflix)

Zack Snyder ist ja aktuell der heiße Scheiß. Neulich erst der heiß diskutierte Snyder Cut der JUSTICE LEAGUE und jetzt endlich der lang erwartete Zombiefilm ARMY OF THE DEAD! Nachdem der Film bereits 2007 angekündigt wurde, kaufte Netflix 2019 die Rechte am Projekt und machte Snyder und Co. mal anständig Feuer unterm Hintern. Hat sich gelohnt, denn ab 21. Mai bekommt ihr ihn nun endlich beim Streamer zu sehen!

Zum Inhalt von ARMY OF THE DEAD

Nach dem Ausbruch einer Zombie-Epidemie in Las Vegas macht sich eine Gruppe von Söldnern in die Quarantäne-Zone auf, um den größten Raubzug aller Zeiten durchzuziehen. Der Cast ist dabei voller bekannter Gesichter aus Film und Serie: Dave Bautista (Guardians of the Galaxy), Ella Purnell (Sweetbitter), Omari Hardwick (Power), Ana De La Reguera (Power), Theo Rossi (Sons of Anarchy, Luke Cage), Matthias Schweighöfer (brauchen wir nicht kommentieren…), Nora Arnezeder, Hiroyuki Sanada (Lost, Revenge, Westword), Garret Dillahunt (Terminator: SCC), Tig Notaro, Raúl Castillo (Vida), Huma Qureshi, Samantha Win, Richard Cetrone, Michael Cassidy (O.C. California).

Meine Review

Das Genre der Zombiefilme lässt sich grobschlächtig eigentlich meist in drei Lager spalten: Horror, Deep-Stuff (28 Days/Weeks Later, Dawn of the Living Dead, The Walking Dead) und Comedy (Shaun of the Dead, Zombieland). Aber ab und an sind da Filme, die so 100 Prozentig in keine der beiden Kategorien passen. Sie sind zwar blutig,  tödlich und zeigen (menschliche) Abgründe, deren Entertainment-Faktor aber deutlich im Vordergrund steht. Zu solchen würde ich ARMY OF THE DEAD zählen.

Das ist kein Horrorfilm, das ist ein Film, der cool aussehen und Spaß machen soll. Und als solcher funktioniert er ganz wunderbar! Heißt aber nicht, dass da an Splattereffekten gespart wurde. Keine Sorge: Es spritzt,  was das Zeug hält – aber halt mit Spaß an der Freude!
Heißt natürlich im Umkehrschluss, dass man hier nicht nach Logik fragen sollte. Einfach zurücklehnen und berieseln lassen.

Wer das schafft, darf sich auf knapp zweieinhalb Stunden gute Action-Unterhaltung mit cooler Zombie-Mythologie und den altbekannten, klischeebeladenen Charakteren einstellen. Diese sind ganz weit weg von jedweder Realität. Stattdessen repräsentieren sie jeweils nur eine Rolle: Der Tank, der Safeknacker, der Kettensägen-Dude und das naive Mädchen, das nur Ärger macht. Da war für mich ein Logik-Aspekt über den ich nicht wirklich hinweg komme: Ein Teil unserer Heldentruppe hat es einst lebendig aus der Zombiehölle Las Vegas raus geschafft. Und nun lassen die sich allen Ernstes für einen Job anheuern, für GELD, um da wieder rein zu gehen???? Das ist doch der Inbegriff einer Suizidmission. Ich wage zu behaupten, dass das niemand, für kein Geld der Welt, jemals freiwillig  tun würde (Hi, ich bin das naive Mädchen!).

Mein Fazit

Snyder liefert ab. Ich hab den Hype im Vorfeld größtenteils verpasst oder ignoriert. Aber zuletzt kam man ja kaum noch dran vorbei. Der Cast ist wirklich eine Augenweide, da ist einfach für jeden Serienfan was dabei. Ich versteh nur den Schweighöfer noch nicht so ganz. Aber anscheinend verstehen ihn genügend Leute, dass er mittlerweile sogar seinen eigenen Prequel-Film zur Rolle bekommt (ARMY OF THIEVES soll noch 2021 erscheinen). Mir gefallen vor allem die Alpha-Zombies. Da kann ich jedwede Logik hinreichend ignorieren, die sehen einfach cool aus!

Ich wurde echt gut unterhalten und kann euch guten Gewissens empfehlen euch auch gut unterhalten zu lassen! Somit vergebe ich ARMY OF THE DEAD 8 von 10 Punkte.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.