Serien-Review und Premierenvideo zu CHECK CHECK

Darum geht’s in CHECK CHECK

Als sein Vater Udo (Uwe Preuss) an Demenz erkrankt, krempelt Jan (Klaas Heufer-Umlauf) übergangsweise sein Leben um. Statt mit seinem Algen-Burger-Business in der Hauptstadt durchzustarten, verschlägt es ihn an den Provinz-Flughafen seines Heimatortes. Als Mitarbeiter am Security-Check beschäftigt er sich fortan mit Kaninchenplagen auf dem Rollfeld, chinesischen Investoren, seinen schrulligen Kollegen und nicht zuletzt seiner Vergangenheit. Ist die Kleinstadt zu klein für Jan oder eigentlich genau das, was er sucht? Sind die Fürsorge für den zunehmend hilfsbedürftigen Vater, die verpasste Beziehung zu seiner Jugendliebe und heutigen Flughafen-Chefin Sabine (Doris Golpashin) wie auch die nicht zu leugnende, fast familiäre Nähe zum Rest der Belegschaft (Petra Kleinert, Sara Fazilat, Jan Georg Schütte und Kailas Mahadevan) ein ausreichender Grund zu bleiben? Und ist es am Ende vielleicht sogar eine Erleichterung zu scheitern?
Klaas Heufer-Umlauf über seine Doppelrolle als Produzent und Hauptdarsteller am CHECK CHECK-Set:

„Für mich war das sehr belastend. Ich musste permanent zwei Rollen spielen. Wenn die Kamera lief, musste ich so tun als sei ich Jan Rothe und wenn sie aus war, musste ich so tun als sei ich ein erfahrener Serien-Produzent. Ich hoffe, dass ich wenigstens eine dieser beiden Rollen glaubhaft umsetzen konnte.“

Premieren-Clip

Wir waren am Donnerstag zur Premiere von CHECK CHECK in Berlin eingeladen und konnten uns ein paar erste Eindrücke der neuen Serie machen. Wie das ausgesehen hat, schaut Euch in diesem kurzen Video-Zusammenschnitt an:

Infos zu CHECK CHECK

Joyn zeigt die zehnteilige Comedy-Serie kostenlos ab 21. Oktober 2019. Die Ausstrahlung auf ProSieben ist 2020 geplant. Produziert wird CHECK CHECK von der Bird & Bird GmbH in Zusammenarbeit mit der Florida Entertainment GmbH. Produzenten sind Lars Jessen, der auch Regie führt, Sebastian Schultz und Klaas Heufer-Umlauf. Head-Autor ist Ralf Husmann. Die redaktionelle Verantwortung liegt bei Solveig Willkommen und Anna Süßmuth.

Review

Wir konnten uns bei der Premiere auch drei Folgen ansehen (Episoden 1, 3 und 7) und uns schon einmal einen ersten Eindruck der Eigenproduktion von JOYN machen. 

Ich bin ganz froh, dass wir mehr als nur die Pilotfolge zu sehen bekommen haben, denn während mich am Anfang die typisch deutsche Art des Over-Actings tierisch genervt hat, legte sich das in den nächsten Episoden zunehmend. 

Die Charaktere bleiben trotzdem überzeichnet, klamaukig, es ist ein regelrechtes Feuerwerk der Stereotypen: Es ist eben eine Slapstick-Comedy-Serie. Was mir tatsächlich gefallen hat, ist das Zusammenspiel von ernsten Tönen dazwischen. Denn Jan muss sich mit seinem demenzkranken Vater auseinandersetzen. Und das ist nicht immer charmant und nicht immer lustig. 

Doch das sind auch die Szenen, die ans Herz gehen, die erstaunlich gut mit dem Slapstick-Humor in Wechselwirkung treten.

Alles im Allen ist CHECK CHECK eine Comedy-Serie, die durchaus Charme hat. Wenn ich es zusammenfassen müsste, würde ich sagen: Sie tut nicht weh.

Aber ich hatte fast zeitgleich die zweite Staffel von Hindafing gesehen – und da komme ich nicht umher diese Serien zu vergleichen und festzustellen, dass qualitativ Welten dazwischen liegen. Hindafing ist eine Serie, die mit Originalität, bitterbösen Humor und Mut trumpft. Dagegen ist CHECK CHECK eher nur ganz okay. 

Daher: Gutgemeinte 6,5 von 10 Punkten

 

Fotos Copyright: © Joyn/ProSieben/Stephanie Kulbach

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