Courtesy of Warner Bros. Pictures

1 Film, 2 Meinungen: Phantastische Tierwesen 2

Von Beate Geibel und Michael Koppe

Hier eine kurze Zusammenfassung des Inhaltes:

Am Ende des ersten Films wurde der mächtige Dunkle Zauberer Grindelwald (Depp) vom MACUSA (Magischer Kongress der Vereinigten Staaten von Amerika) mit der Hilfe von Scamander (Redmayne) festgenommen.

Doch Grindelwald entkommt dem Gewahrsam und schart ein Gefolge um sich, mit dem Plan: die Herrschaft reinblütiger Zauberer über alle nichtmagischen Wesen.

Um Grindelwalds Pläne zu vereiteln, wendet sich Albus Dumbledore (Law) an seinen ehemaligen Schüler Scamander, der seine Hilfe zusagt, ohne sich über die Gefahren im Klaren zu sein.

Liebe und Loyalität werden auf die Probe gestellt, und selbst zwischen besten Freunden und innerhalb von Familien entstehen immer mehr Spaltungen in der magischen Welt.

Vor 1 Film, 2 Meinungen kommt der Trailer:

Hier nun unsere Film-Kritik in der Rubrik 1, Film 2 Meinungen:

Was Beate sagt…

Angekündigt sind insgesamt fünf Filme und bereits nach dem zweiten Film frage ich mich: WER zur Hölle, soll sich den Quark weiter anschauen?

Mir war der erste Film schon viel zu unterkühlt, als dass er mich irgendwie berührt hätte.

Es ist offensichtlich, dass J.K. Rowling ihre Erfahrungen, die sie – bevor sie Schriftstellerin wurde – bei Amnesty International sammeln konnte, in ihren Figuren verarbeitet hat.

Themen wie Rassismus, Ausgrenzung, Umgang mit totalitären Systemen, sind bei Harry Potter, wie auch bei den Phantastischen Tierwesen überall zu finden.

Wenn man solche, sehr realen Themen, in fiktiven Stoffen verarbeitet, dann sollten sie erfühlbar sein, etwas Warmes besitzen, kurzum, Herz haben.

Und davon spüre ich hier, wie auch schon im ersten Teil, obwohl wesentlich schlüssiger, nichts.

Erschwerend hinzukommen nun bei Teil 2, die lieblose Behandlung der Charaktere, konfuse Handlungsstränge und das Gefühl, dass der Regisseur bei dem ganzen Radau den Überblick verloren hat.

Fazit: Bei aller Liebe für den Harry Potter Kosmos, aber solch ein lebloser, mit CGI künstlich aufgeblasener Haufen heiße Luft, ist verschwendete Zeit.

3/10 Goldblums

Was Michael sagt… 

Im-PEER-ee-oh!

So jetzt da ich Eure alleinige Aufmerksamkeit habe – und bevor ein Auror des Zauberministeriums hier auftaucht, um mich wegen des Wirkens eines unverzeihlichen Fluches nach Azkaban zu verfrachten, schnell meine Review zum neuesten Film im Harry Potter Universum aktuell bekannt unter dem Titel: “Phantastische Tierwesen: Grindewalds Verbrechen“.

Wie immer vorab die Kurzfassung, ob ich den Film empfehlen würde – und wie sehr es mich aus dem Sitz des Kinos drängte. Ganz ohne Spoiler:

Absolut anschaubar für Harry Potter Fans. Ich musste die Filmlänge nachschlagen und hätte drauf schwören können der Film ist nur 90 Minuten lang, dabei liegt die Spielzeit bei knapp über zwei Stunden. Die vergingen sehr schnell, folglich war ich nicht gelangweilt. Einige Übergänge während des Films waren dann doch ein wenig zu zügig wie ich fand, aber das kommt häufig vor bei Verfilmungen von Büchern. Wer mehr von der Harry Potter Welt sehen will und auch vor ein wenig düsterer Atmosphäre nicht zurück schreckt, rein ins Kino!

So jetzt mal ganz in Ruhe ins Detail. Ich bin in einer etwas außergewöhnlichen Situation hier: Ich habe alle früheren Harry Potter Bücher gelesen und vor Jahren die Filme geschaut. Von der neuen Reihe kannte ich bisher nichts als die Trailer zum ersten Film Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind, welchen ich bis dato nicht gesehen hab, und nun den zweiten Film. Somit fehlte es mir an einigen Hintergrundinformationen sowie Bezug zu einigen Charakteren.

Ersteres war kein sonderlich großes Problem, werden doch so einige der beliebtesten Charaktere aus Harry Potter als jüngere Versionen wiederverwertet. War einerseits schön Dumbledore wieder zu sehen, gleichzeitig kann einen die etwas zu große Nähe der altbekannten Charaktere an die Ereignisse im Film stören. Ich fand es schade, dass hier nicht aus den Vollen geschöpft wurde. Es kam mir so vor als muss die Hintergrundgeschichte der beliebtesten Persönlichkeiten aus Harry Potter herhalten, um die neue Reihe zu verkaufen.

Dabei war mir der Newton Scamander sehr sympatisch, es geht also doch. Weiterhin war das alte Klischee am Werk: Die bösen Jungs sind allwissend und allmächtig, die guten sind Stümper und unfähig. Sicher etwas überspitzt dargestellt – aber es muss ja ein dritter Teil der Reihe noch in die Kinos kommen und da muss ein zweiter Teil als Aufbau dienen.

Hier liegt meiner Meinung auch der Hauptunterschied zu den Harry Potter Büchern welche an und in sich abgeschlossene Handlungen hatten – mit Teilsiegen für damals Harry und seine Freunde und das Übel wuchs halt nebenher. Gepaart mit wie vorher angesprochen einigen etwas für mich nicht nachvollziehbaren Übergängen, um die Story voran zu treiben, war das etwas enttäuschend.

Warum empfehle ich den Film dennoch? Nun weil er trotzdem unterhaltsam war. Die Diskrepanz mit der gefühlten Zeit hatte ich bereits erwähnt, ich hab die zwei Stunden und 15 Minuten echt nicht mitbekommen und nein, ich bin nicht eingenickt!

Die Spezialeffekte waren gut, es flogen Zauber links und rechts – es gab wieder viel von der Verrückten Zaubererwelt des Harry Potter Universums zu sehen und an der Schauspielerischen Leistung hatte ich auch wenig zu bemängeln.

Fazit: Der Film kriegt sicher keinen Oscar – aber zu einer Goldenen Himbeere wird’s auch nicht führen. Ich gebe dem Movie 7 von 10 Punkten und für Hardcore Harry Potter Fans mach ich eine 8 draus.

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