Buchrezension: Als Schisser durch’s Netz. Eine Berg- und Digitalfahrt der Gefühle von Jan Kowalsky

Ich bin eine Leseratte. Als ich damals meine erste Fernreise nach Vietnam angetreten habe, völlig panisch und ängstlich vor dem Flug und einer Lebensmittelvergiftung durch das Essen dort, habe ich mir als Reiselektüre den Roman ALS SCHISSER UM DIE WELT von Jan Kowalsky zugelegt und Tränen gelacht.

Sein neuestes Werk heißt ALS SCHISSER DURCH’S NETZ. EINE BERG- UND DIGITALFAHRT DER GEFÜHLE und es war klar, dass ich hier auf jeden Fall mal reinlesen muss. Wie ich es fand, erfahrt ihr in der Review.

Zum Inhalt

Sie geht online. Und er muss mit!

Nach seinen Reisen um die Welt ist der Schisser zurück auf der Couch und stellt dort mit Erschrecken fest: Die größten Gefahren der heutigen Zeit lauern gar nicht in der Ferne, sondern im Dschungel der Digitalisierung! Während seine abenteuerlustige Frau sich bereits mit Leichtigkeit durchs Netz bewegt, kämpft der Schisser noch mit sprechenden Kaffeemaschinen in Smart Homes, schnippischen Chatbots im Internet und Digital Detox im Wald. Wird er es schaffen, seine Angst vor der Digitalisierung zu verlieren – und seine Frau abermals für sich zu gewinnen?

Der Illustrator und Marketingmann Jan Kowalsky, geboren 1976, reiste als Schisser um die Welt und im Anschluss mit seinem Spiegel-Bestseller durch Funk und Fernsehen. Naturgemäß begegnet er auch der Digitalisierung mit gehöriger Skepsis, aber auch einer großen Portion Humor.

Ein Buch mit Witz und Charme

Jan Kowalsky schafft es den Leser einfach mitzunehmen und nicht wieder loszulassen. Durch die humorvolle Art und Weise, wie er schreibt und von den Erlebnissen erzählt, lässt mich immer wieder mit einem guten Gefühl und bester Laune zurück.

Smartphones, Smart Homes, Apps aus der Hölle und das große weite gefährliche Internet. Kowalsky nimmt uns mit auf eine Reise durch die neue digitale Welt, in der er zwar bereits gelebt, aber viele Dinge einfach noch nicht ausprobiert hat. Umso besser, dass seine abenteuerlustige und neugierige Frau ihn auch in diesem Buch wieder an und über seine Grenzen hinaus treibt.

Beim Lesen wurde mir erst bewusst, wie alltäglich der Umgang mit Technik und Internet für mich ist. Alles, was Kowalsky vielleicht als komisch, unnötig oder absolut neu empfindet, ist für mich Alltag. Ich bin die Generation, die quasi mit Internet und digitalem Zeitalter aufgewachsen ist. In einigen Buchpassagen habe ich zum Beispiel meine Eltern wieder erkannt, beispielsweise wenn es um den Sinn von Katzenvideos und den Plattformen wie YouTube geht. Meine Eltern verstehen kein Stück, warum TikTok so beliebt ist. Ihnen reicht es sich Konzertausschnitte auf YouTube anzuschauen, mehr brauchen sie nicht. Und das ist auch voll okay! Generationsunterschiede sind nun mal vorhanden und die werden auch im Buch ziemlich gut deutlich.

ALS SCHISSER DURCH’S NETZ. EINE BERG- UND DIGITALFAHRT DER GEFÜHLE ist für mich kein richtiges Sachbuch, eher eine Verschmelzung von Fiktion und Realität. Genau das mag ich so. Jan Kowalsky stellt auch die Tücken des Internets, von KIs und unserem heutigen Umgang mit Technik heraus und hinterfragt unbewusst, ohne dabei drohend den Zeigefinger zu heben, sondern auf charmante Art und Weise.

Wer auf der Suche nach einem lustigen Buch für Zwischendurch, sollte an diesem Werk nicht vorbeigehen, sondern es einfach kaufen. Für mich eine klare Kaufempfehlung!

Mein Fazit: 8 von 10 Punkten

ALS SCHISSER DURCH’S NETZ. EINE BERG- UND DIGITALFAHRT DER GEFÜHLE von Jan Kowalsky, erschienen im Penguin Random House Verlag, ist seit dem 20. September im deutschen Buch- und Pressehandel verfügbar!

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