Review: BREEDERS (Sky)

Ab 4. August zeigt uns Martin Freeman in BREEDERS wie man das mit der Kindererziehung richtig macht. Oder auch nicht. Die Serie wurde von Freeman Co-Produziert und er ließ dabei durchaus einige Einflüsse aus seinem eigenen Vaterglück durchscheinen. Sky zeigt die 10 teilige Comedy in Doppelfolgen.

Zum Inhalt von BREEDERS

Paul (Martin Freeman) versucht, ein liebevoller Vater zu sein, doch die Erziehung seiner beiden Kinder bringt ihn oftmals an den Rand des Nervenzusammenbruchs und löst immer wieder Selbstzweifel aus: Ist er wirklich der Mann, der er immer glaubte zu sein? Seine Partnerin Ally (Daisy Haggard) scheint auf den ersten Blick etwas besser mit der Situation zurechtzukommen. Sie schafft es, Paul zum Lachen zu bringen und hat die wunderbare Gabe, ihren schlaflosen Kindern eine Geschichte zu erzählen, während sie selbst im Halbschlaf liegt.

Doch auch sie zweifelt daran, ob sie wirklich eine gute Mutter ist, ob sie auf Paul immer noch anziehend wirkt und wie sie ihren Fulltime-Job und das Familienleben unter einen Hut bringen kann. Zu allem Überfluss steht eines Tages Allys entfremdeter Vater Michael (Michael McKean aus Better Call Saul) vor der Tür und zieht bei der Familie ein. Der eigenwillige Freigeist erzählt seinen Enkeln gerne mal, dass Hausaufgaben völlig unnötig sind und stellt den Haushalt zusätzlich auf den Kopf.

Meine Review

Nachdem man Freeman ja bisher fast nur als den Guten kannte, kommt er hier mal in einer fast schon Bad-Boy Rolle daher. Also nicht wirklich Bad-Boy. Jeder der selber Kinder hat wird quasi alles was da passiert absolut nachvollziehen können. Aber eine Martin Freeman der am laufenden Band flucht und bereits in Folge 1 von der Kriminalpolizei gesucht wird wegen des Verdachts auf Kindsmord… kannte ich so noch nicht!

Keine Sorge, den kleinen Scheißern geht’s gut! BREEDERS ist jetzt nicht die noch nie dagewesene Innovation und bietet auch keinerlei Lösungsansätze. Stattdessen ist BREEDERS einfach ein wenig Seelenbalsam. Man lacht und fühlt sich verstanden. Man freut sich einfach ein wenig darüber, teil dieser insgeheimen Sekte von „Eltern“ zu sein. Wir alle wissen, dass man die Stinker gerne mal aus dem Fenster werfen würde, aber wir schweigen darüber und tauschen mit anderen Leidensgenossen maximal mal ein wissendes Lächeln darüber aus. Aber in einem sind wir uns einig, wir waren sicher mindestens genau solche Plagen vor vielen Jahren. Damals, als wir noch Energie besaßen.

Boomer werden BREEDERS sehen und sich denken „jetzt mal Arschbacken zusammenkneifen und stellt euch nicht so an“. Aber Erziehung hat sich in den letzten paar Jahrzehnten so massiv geändert. Unsere Lebensstile haben sich geändert und vor allem unsere Prioritäten. Also ist da einfach keinerlei Vergleichsgrundlage. Aber wenn ihr irgendwo zwischen Mitte 20 und Mitte 40 seid und eure Kinder 20.15 tatsächlich schon schlafen sollten (ha… haha… *hysterisches Gelächter*) dann schaut euch ab Dienstag BREEDERS bei SKY an. Mit einem Glas Wein. Niemand verurteilt euch dafür. Ihr habt es verdient!

Ich gebe BREEDERS 8 von 10 Punkten (nix neues aber auf seine Weise SEHR unterhaltsam!)
Für Fans von Working Moms absolut zu empfehlen!

 

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