Review: „Manifesto“

Inhalt

Von der Nachrichtensprecherin bis zum Obdachlosen, von der Pop-Art bis hin zu Dogma 95: In MANIFESTO ist die zweifache Oscar®-Gewinnerin Cate Blanchett in zwölf unvergesslichen Episoden zu sehen, die allesamt Manifeste verschiedener Kunstströmungen des 20. Jahrhunderts behandeln. Unter der Regie des renommierten Film- und Videokünstlers Julian Rosefeldt brilliert eine chamäleonhafte Blanchett in einer noch nicht dagewesenen schauspielerischen Tour de Force.

Fazit

Vorab zum besseren Verständnis: Diese 12 Kunstströmungen repräsentiert der Film, jeweils korrespondierend mit den Charakteren, allesamt dargestellt von einer formidablen Cate Blanchett.

  • SITUATIONISMUS: Obdachloser
  • FUTURISMUS: Börsenmaklerin
  • ARCHITEKTUR: Arbeiterin in einer Müllverbrennungsanlage
  • VORTIZISMUS / BLAUER REITER / ABSTRAKTER EXPRESSIONISMUS:Geschäftsführerin bei einem privaten Empfang
  • ESTRIDENTISMUS / KREATIONISMUS: Tätowierte Punkerin
  • SUPREMATISMUS / KONSTRUCTIVISMUS: Wissenschaftlerin
  • DADAISMUS: Trauerrednerin
  • SURREALISMUS / SPATIALISMUS: Puppenspielerin
  • POP ART: Konservative Mutter mit Familie
  • FLUXUS / MERZ / PERFORMANCE: Choreographin
  • KONZEPTKUNST / MINIMALISMUS: Nachrichtensprecherin und Reporterin
  • FILM / EPILOG: Lehrerin

Es ist ein Kunstprojekt mit gesellschaftlskritischen Aspekten. Wer den Film als solches versteht, der hat jede Menge Stoff zum Nachdenken und Reflektieren. Wer allerdings an den Film herangeht, mit der Erwartungshaltung eines normalen Kinofilmes, wird keine Freude an ihm haben.

Mich hat er inspiriert und bereichert.

Fazit: 10 von 10 Punkten

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