Serienkritik zu MAPA: Ab heute auf JOYN mit Microfazit (Audio)

Darum geht’s in MaPa

Als eines Tages Metins (Max Mauff) Freundin Emma (Lia von Blarer) ganz plötzlich stirbt, ist Metin mit seiner einjährigen Tochter Lene ganz allein. Nun stolpert Metin als alleinerziehender Witwer mal recht, mal schlecht durchs Leben. Er streitet sich mit seiner Mutter (Lina Wendel), die versucht sich zurück in sein Leben zu drängen, bekommt guten und nicht so guten Support von seinen Freund*innen (u. a. Maryam Zaree, Bastian Reiber) und stellt sich mehr als einmal die Frage: Was soll das eigentlich alles? Mit dem Tod, dem Elternsein und dem Leben an sich.

Hier könnt Ihr einen Blick auf MaPa werfen

Mein Microfazit

Meine Einschätzung zur sechsteiligen Sadcom MaPa könnt Ihr Euch als Microfazit anhören:  

 

Für die Audio-Faulen in Kürze zusammengefasst: Mir gefällt die Machart und der Look der neuen Joyn-Serie wirklich gut. Schauspielerisch glänzt vor allem Hauptdarsteller Max Mauff als Metin. Und obwohl in der charmant gemachten Presse-Mappe steht:

„Der Dreh war eine große Herausforderung. Man muss nicht drum herumreden: Drehen mit Kleinkindern ist die Hölle!“

… kann ich nur sagen: Die kleine Lene ist entzückend und funktioniert im Zusammenspiel mit Max unfassbar gut. Lediglich die Figur von Metins Mutter Claudia ist für meinen Geschmack etwas overdone, lässt sich aber leicht verzeihen. Ansonsten habe ich an der Besetzung nicht viel auszusetzen. 

Meine größte Kritik ist, dass die Dialoge stellenweise hölzern sind. Das wäre wirklich besser gegangen. Und ab und an driftet die Serie zu sehr ins Traurig-Depressive – vor allem wenn nicht jeder Gag zündet. 

Daher: 7 von 10 Punkten

Über die Serie MaPa

Alex Lindh, Autor und Creator der Serie und bemüht engagierter Vater, stellte sich bei seinem ersten Urlaub mit Kind die Frage, wie seine alleinerziehende Mutter das alles geschafft hat, da er ja schon mit Partnerin völlig überfordert war. So war ‚‚MAPA“ geboren. Readymade Films liebt Serien, in denen Geschichten frei erzählt werden, die mal ernst und traurig sind und dann wieder total absurd und sitcommäßig.

Und genau das haben die Macher auch für ihre eigene Sadcom genutzt. Sie finden, dass die tragische Figur Metin ideal ist, um die Geschichten zu erzählen, die ihnen als junge Eltern wichtig sind. Es geht um einschneidende Erlebnisse im Leben, an denen wir wachsen. Da gehören auch die Geburt eines Kindes oder der schreckliche Tod eines geliebten Menschen dazu.

Copyright Fotos: © Joyn/Carolin Weinkopf

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