Ach du Sche*sse! – Filmreview

Der deutsche Genrefilm ACH DU SCHE*SSE (kurz ADS) startet am 20.10.2022 in den Kinos. Inhaltlich bewegen wir uns da irgendwo zwischen Crank, dem ersten Saw und deutsche Festival-Toilette. Aber im Detail…

Zum Inhalt von ACH DU SCHE*SSE

Architekt Frank erwacht aus der Ohnmacht – blutig eingequetscht in einem Baustellen-Klo. Um seine Haut vor der drohenden Abriss-Sprengung zu retten, muss er sich in 90 Minuten aus dem blauen Dixi-Grab befreien und ein mörderisches Verbrechen aufklären.

Mit  Thomas Niehaus („Tage des letzten Schnees“), Friederike Kempter („Oh Boy“, „Tschick“), Gedeon Burkhard („Kleine Haie“, „Inglorious Basterds“) und Olga von Luckwald („Start the fck up“).

Meine Review 

Noch vor dem Erwachen im einzigen und zentralen Handlungsort des Film (der buchstäblichen Zentrale der Sche*sse) träumt Frank. Er träumt von der Dame die auf dem archetypischen Baustellenkalender abgebildet ist. Große Brüste, blonde Haare, wenig an.

Ach du Sche*sse! Das Gesicht kommt mir doch bekannt vor! Doch war es, wie in der heutigen schnelllebigen Zeit so oft, bereits wieder mal so verändert dass ich mir zunächst nicht sicher war. Micaela, bist du’s? Zum Glück zog sie sich umgehend aus. Ein Blick auf die Nippel in Herzform verriet alles: da sind also 60% des Gesamtbudget des Films gelandet 

Denn die gesamte weitere Handlung spielt sich tatsächlich im minimalistischen Setting einer abgeranzten Dixi-Toilette ab. Die eigentliche Handlung? Irgendwas mit Öko-Aktivisten und Bauprojekten. Der böse böse Bauherr löst seine Probleme rund um den Neubau eben, wie jeder gute Cartoon Bösewicht, indem er seine Feinde in die Luft sprengen und sich am Ende das Mädchen holen will. Klassiker.

Mein Fazit 

Der Trailer gefiel mir echt gut. Ich spürte Crank Vibes: brutal, irgednwie auf Speed, die Zeit tickt, es muss ne Lösung her. Leider erzählte der Trailer damit bereits die gesamte Handlung des Films. Denn außer genau diesen Fakten passiert da nicht viel mehr.

Zwar scheint es zwischenzeitlich als könnte so eine Lösung gefunden sein aber auch das wird relativ zügig in Slapstick-Manier verworfen. Damit will ich jetzt natürlich nicht das Ende vorweg nehmen, denn da kommt noch was. Aber wirklich befriedigend ist es nicht. Scheint aber auch weniger das Ziel gewesen zu sein.

ACH DU SCHE*SSE hält was es verspricht und der Name ist großteils Programm. Das soll jetzt weniger ein Diss sein als wie es rüber kommt. Aber ihr werdet den Satz des öfteren sagen oder denken. Und trotzdem am Ende aus dem Film gehen und nach dessen kurzweiliger Unterhaltung eigentlich nicht mehr viel dazu zu sagen haben.

Deswegen gibt’s von mir leider nur 4 von 10 Punkten.

Der Ansatz war gut und hätte klappen können, aber viel weitergedacht wurde offenbar nicht. 

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