Filmkritik: FURIOSA – Zu viel des Guten in der MAD MAX-Saga?

Darum geht’s in FURIOSA – A MAD MAX SAGA

Als die Welt untergeht, wird die junge Furiosa von einer Biker-Gang unter der Führung des Warlords Dementus gefangen genommen, der mit Immortan Joe um die Vorherrschaft in der Einöde kämpft.

Der Film erstreckt sich über eine Zeitspanne von 15 Jahren und folgt Furiosa auf ihrem turbulenten Weg, der sie durch zahlreiche Prüfungen führt. Dabei wird sie konstant von dem unermüdlichen Bestreben angetrieben, einen Weg nach Hause zu finden.

Hier könnt ihr einen Blick auf den Trailer werfen…

Kommen wir nun zur Filmkritik von FURIOSA – A MAD MAX SAGA

Als ich 2015 aus FURY ROAD kam, hab ich mich gefühlt, als hätte mich ein Sattelschlepper überfahren… und war völlig euphorisiert.

Bei FURIOSA saß ich in einem crashenden Schnellzug, der zeitgleich von einem Überschallflugzeug und einem Panzer gerammt wurde, um danach von Hulk, Godzilla, King Kong und den Riesenrobotern aus Pacific Rim zeitgleich auf die Fresse zu bekommen.

War FURY ROAD ein sich rein auf Actionszenen konzentrierendes Spektakel am Rande des Wahnsinns, dass das in die Jahre gekommene Genre Action Film quasi neu definiert hat, ist FURIOSA von allem zu viel.

Es brüllt, scheppert, explodiert, donnert, prügelt auf dich ein, jagt dich über 2 Stunden 28 Minuten vor sich her, frißt dich auf und spuckt dich am Ende völlig erschöpft wieder aus.

Die Actionszenen sind so Detail überladen, dass man gar nicht mehr hinterherkommt.

Stichwort: Reizüberflutung

Auch hilft die Tatsache, dass hier eben nicht nur ein kurzer Ausschnitt einer Geschichte erzählt wird, sondern die Zeitspanne von 15 Jahren erfasst wird, dem Film nicht, sondern ist eher hinderlich.

Positiv:

Anna Taylor-Joy spielt eine glaubwürdige grimmige, schonungslose Rächerin, deren körperliche Präsenz ich ihr zuvor nicht zugetraut hätte.

Die Actionszenen sind perfekt durchchoreografiert.

Negativ:

Chris Hemsworth Figur des Wardlords Dementos hingegen verkommt zur reinen Karikatur.

Fazit: Wer auf Maximal-Action steht, kommt auf seine Kosten.
Daher: 7/10 Goldblums

Ab dem 23.05.24 in den deutschen Kinos

Good to Know…

Für die Titelrolle Furiosa wurden Darstellerinnen wie Anna Taylor-Joy und Jodie Comer gehandelt. Taylor-Joy sicherte sich schließlich im Oktober 2020 die Rolle und erhielt für ihr Mitwirken eine Gage in Höhe von rund 1,8 Millionen US-Dollar.

Neben ihr sollten auch Chris Hemsworth als Antagonist Dementus und Yahya Abdul-Mateen II der Hauptbesetzung angehören. Im November 2021 ersetzte Tom Burke Abdul-Mateen, der das Filmprojekt aufgrund von Terminproblemen verlassen musste.

Mit Drehbeginn wurde die Rückkehr von Nathan Jones und Angus Simpson  als Immortan Joes Sohn Rictus Erectus und The Organic Mechanic aus Mad Max: Fury Road bekannt.

Der australische Schauspieler Lachy Hulme wurde zunächst als ein Gangmitglied von Dementus verpflichtet, ehe er während der Dreharbeiten auch als Double für den Antagonisten Immortan Joe einsprang, um den verstorbenen Darsteller Hugh Jeyays-Byrne aus Fury Road zu ersetzen.

Obwohl die Schauspielerin zum Zeitpunkt der Dreharbeiten keinen Führerschein hatte, führte Taylor-Joy ihre Stuntszenen mit Fahrzeugen selbst aus.

Im August 2022 musste die Produktion wegen einer SARS-CoV-2 Infektion von Miller unterbrochen werden, ehe die Dreharbeiten Ende Oktober 2022 abgeschlossen wurden

Regie: George Miller
Drehbuch: George Miller & NIco Lathouris
Kamera: Simon Duggan
Szenenbild: Colin Gibson

Bildrechte: TM © Warner Bros. Entertainment Inc. All Rights Reserved

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