Star Wars: Visions

Review: STAR WARS: VISIONS (Disney+)

STAR WARSVISIONS startet am 22. September exklusiv auf Disney+. Die Anthologieserie bietet in 9 kurzen Folgen bekannten japanischen Animationsstudios eine Plattform ihre Vision im Star Wars Universum zu erzählen. Fanservice meets Fan-Fiction, meets Anime. Vielleicht nicht was für jeden Star Wars Fan, aber für die, die gerne über den Tellerrand blicken. 

Zum Inhalt von STAR WARS: VISIONS

„Lucasfilm hat sich mit sieben der talentiertesten Anime-Studios Japans zusammengetan, um ihren unverwechselbaren Stil und ihre einzigartige Vision der Star Wars Galaxie in diese inspirierende neue Serie einzubringen“, sagt James Waugh, Executive Producer und Lucasfilm Vice President, Franchise Content & Strategy. „Ihre Geschichten zeigen das gesamte Spektrum des kühnen Geschichtenerzählens im japanischen Animationsfilm; jede von ihnen wird mit einer Frische und Stimme erzählt, die unser Verständnis davon, was eine Star Wars Geschichte sein kann, erweitert und eine Galaxie feiert, die so viele visionäre Geschichtenerzähler inspiriert hat.“

Zu den Studios, die die neun Kurzfilme produzieren, gehören Kamikaze Douga – „Das Duell“; Geno Studio (Twin Engine) – „Lop & Ochō“; Studio Colorido (Twin Engine) – „Tatooine Rhapsodie“; TRIGGER – „Die Zwillinge“ und „Der Älteste“ (tbc); Kinema Citrus – „Die Braut des Dorfes“; Science Saru – „Akakiri“ (tbc) und „T0-B1“; und Production I.G. – „Der neunte Jedi“ (tbc).

Die Inhalte selber kann ich hier kaum listen, jede Folge steht vollkommen für sich selbst. Die Folgen umfassen je zwischen 15 und 20 Minuten. Allesamt sind abgeschlossene, freie Erzählungen ohne direkten Zusammenhang zu einer der Star Wars Haupthandlungen. Man trifft bis auf Boba Fett und Jabba praktisch keine bekannten Charaktere.

Meine Review

Generell bin ich ein Fan des Konzepts. Denn es erlaubt absolute Randhandlungen aus dem Star Wars Universum zu erzählen. So etwas arbeitet ein Universum wie das von Star Wars erst so richtig aus – zeigt die Welt abseits der Haupthandlung, abseits des Skywalker-Clans. Ob die Handlungen damit zum Kanon gehören? Muss George Lucas entscheiden, aber da sie praktisch keine Berührungspunkte mit den Haupthandlungen von Star Wars haben, vermutlich eher nicht.

Die einzelnen Erzählungen sind dabei klar vom japanischen Erzählstil inspiriert. Die erste Episode „Das Duell“ zeigt einen Ronin-artigen Helden, der einem Dorf zur Hilfe eilt. Der Zeichenstil erinnert an traditionelle japanische Kunst, das Dorf wirkt wie ein altes japanisches Reisfarmer-Dorf. Das Laserschwert des Ronin ist mehr Katana denn klassisches Laserschwert. Und dann gibts da noch diesen Twist, den ich jedenfalls nicht kommen gesehen habe.

Letztlich habe ich nur einen wirklichen Kritikpunkt auf den ich hier ohne große Spoiler eingehen möchte: in jeder einzelnen Folge, geht es letzten Endes um Jedi/Sith. Der Konflikt um die Seite der Macht ist immer dabei. Die zentralen Charaktere immer eins von beiden. Ich hätte mir hier mehr Handlung abseits der Orden gewünscht. Es ist schön hier etwas über, Beispielweise, einen Schwertschmied hinter Laserschwertern zu erfahren. Auch fetzt es zu sehen, dass in einem Universum im Krieg immer noch Menschen keinen Bock auf den Mist haben und einfach gerne in einer Band spielen würden. Aber am Ende waren mir da zu viele Macht-sensible Wesen, für diese Welt in der Padawane doch eher in der Minderheit sein sollten, oder?

Mein Fazit zu STAR WARS: VISIONS

Die Serie STAR WARS: VISIONS ist vielleicht nicht unbedingt das richtige für Star Wars Hardliner, die nichts abseits ihres Kanon dulden. Man sollte sich hier drauf einlassen können und auch einfach mal ne lustige Seitenhandlung hinnehmen. Hier ist nicht jede Folge ernst. Da gibt es auch mal Plots die nirgendwo hinführen. Eine kurze Anekdote, irgendwo, in einer weit, weit entfernten Galaxie. Einer Galaxie, welche zwar durch Krieg definiert ist, aber in der es auch Leben abseits dieser Kriege gibt. Von diesem Leben erfahren wir hier.

Ich fand STAR WARS: VISIONS einen wunderbare, unterhaltsame Serie. Es sind neun kurzweilige Visionen, großartiger Visionäre. Ich gebe passenderweise 9 von 10 Punkte.

2 Kommentare

  1. Es ist definitiv kein Kanon !
    Das wurde von Disney bereits mehrmals klar kommuniziert.
    Der Name „Visions“ unterstreicht das sogar recht deutlich ^^
    Ich bin gespannt ob es weitere Staffeln geben wird.

    1. Ah, Danke für den Hinweis! 🙂
      Ja ich würde mich auch über mehr Staffeln freuen. Insbesondere würde ich dabei gerne mal Protagonisten abseits der Macht kennenlernen!

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