Cinderella

Review zu CINDERELLA (Prime)

Am 3. September startet die Neuinterpretation des klassischen Märchens CINDERELLA auf Amazon Prime. Und das ganze ist nicht nur ein Musical, nein, es ist ein feministischer Kampfschrei der Güterklasse Glitzergold! Und dazu auch noch hochkarätig besetzt.

Zum Inhalt von CINDERELLA

Cinderella kommt in neuem Gewand zu Amazon Prime Video: Das moderne Musical von Kay Cannon (Pitch Perfect) zeigt eine mutige Interpretation der Geschichte, mit der wir alle aufgewachsen sind. Unsere ehrgeizige Märchenheldin (Camilla Cabello) hat große Träume, die sie mit Hilfe ihrer Fee Fab G (Billy Porter) beharrlich verwirklicht. Prime Mitglieder dürfen sich mit dem Amazon Original Film auf eine Starbesetzung freuen, darunter: Idina Menzel, Minnie Driver, James Corden, Nicholas Galitzine, Billy Porter und Pierce Brosnan.

Meine Review zu CINDERELLA

CINDERELLA bietet glitzerpinke Höhen, und aschene Tiefen. Zunächst zum Guten.
Billyyyyyyyyy Porter. Sein Auftritt als fabulöse Fee war mein absolutes Highlight des Films. Auch wenn er doch recht kurz war, so würde ich mir Billie schließlich auch in einer Werbung für Klospühltabs angucken. In Dauerschleife.

Aber auch der Rest des Casts ist durchweg sympathisch, wenn auch streckenweise schauspielerisch Mittelmaß. Die Nebencharaktere, wie die ehemals bösen Stiefschwestern, verschwinden dabei eher in der Belanglosigkeit. Aber Pierce Brosnan als König, Minnie Driver als Königin und vor allem Indina Menzel als ehemals böse Stiefmutter können absolut überzeugen. Hauptdarstellerin Camilla Cabello merkt man jedoch dezent an, dass sie in erster Linie Sängerin ist. Sie ist jetzt nicht schlecht, aber jetzt nicht das Highlight ihres eigenen Films.

GIRL POWER

Aber wieso rede ich hier von ehemals? Ja weil hier ja einiges etwas anders läuft. Ja Cinderella wohnt trotzdem im Keller und macht die Hausarbeit. Und ja zum Ball geht’s für sie auch nicht. Aber alles in allem ist das eher Strenge als wahre Boshaftigkeit. Die Stiefmutter erhält hier auf jeden Fall wesentlich mehr Tiefgang als reine komödiantische Schrulligkeit.

Doch da hört die Neuinterpretation nicht auf. Cinderella ist hier wesentlich tougher als man es gewöhnt ist (außer vielleicht aus meiner Lieblingsverfilmung „Auf immer und Ewig“ mit Drew Barrymore). Das zeigt sich vor allem darin, dass ihr Traum nicht in der Ehe liegt sondern viel mehr in der Erfüllung innerhalb ihrer Karriere als Modedesignerin.

Mein Fazit

Wer den CINDERELLA Stoff mag, der wird hier eine nette neue Darstellung finden. Wer Musicals mag, bekommt hier einen Song nach dem anderen. Bis auf den Titelsong blieb mir davon allerdings keiner länger als die eigentliche Laufzeit im Kopf. Wer auf fancy Kostüme steht, wer Modedesign mag, wer Diversity und Glitter mag – der wird hier durchaus nette, kurzweilige, gute Laune Unterhaltung bekommen.

Fun Fact: Der Film sollte ursprünglich ins Kino kommen. Auf Grund der Pandemie entschied sich Sony aber hier für den reinen Heimkino Start via Amazon Prime. Finde ich für den Film aber besser. Ich glaube eher nicht, dass der ein riesen Hit an den Kinokassen gewesen wäre. Aber daheim, kann man ihn sich durchaus mal geben!

Ich gebe CINDERELLA dafür 6 von 10 Punkten.

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