Percy

Review zu PERCY

PERCY mit Christopher Walken und Zach Braff in den Hauptrollen erzählt von einem Kampf David gegen Goliath. Der Farmer Percy Schmeiser wird vom Konzern Monsanto verklagt. Widerwillig setzt er sich zur wehr. Der Film basierend auf einer wahren Geschichte startet am 01. Juli 2021 bundesweit im Verleih von MFA + im Kino.

Zum Inhalt von PERCY

Was tun, wenn einen ein globaler Konzern wegen Diebstahls auf Schadensersatz verklagt? Genau diese Frage muss sich Percy Schmeiser (Christopher Walken) stellen, als er ein Schreiben des Chemieriesen Monsanto auf seiner kanadischen Farm erhält. Monsanto beschuldigt ihn, anstelle des eigenen Saatgutes den genmanipulierten Raps der Firma auf seinen Feldern auszusähen. Die Chancen stehen schlecht für den 70-jährigen Farmer. Aber Percy lässt sich nicht einschüchtern und zieht mit Hilfe eines findigen Anwalts (Zach Braff) vor Gericht. Unterstützung erhält er dabei von einer Umweltaktivistin (Christina Ricci).

Basierend auf der wahren Geschichte des Farmers und Saatgutzüchters Percy Schmeiser erzählt PERCY die unglaubliche Geschichte eines Mannes, der eigentlich nur seine Farm retten wollte, aber zur Stimme von Bauern auf der ganzen Welt wurde. Für seinen Einsatz wurde dem deutschstämmigen, 2020 verstorbenen Percy Schmeiser im Jahr 2007 der „Alternative Nobelpreis“ verliehen.

Meine Meinung zu PERCY

Das David gegen Goliath Motiv ist ja allzeit beliebt und gerade im juristischen Kontext spätestens seit Erin Brockovich so richtig en Vogue. Im Film PERCY scheint dieser Kampf entsprechend zunächst zu groß. Jeder Anwalt würde zum Vergleich raten und klein bei geben. Dieser wird auch Percy empfohlen. Doch der traditionelle Saatgutzüchter betreibt seine Farm schon sein ganzes Leben lang nach Familientradition. Und nun kommt dieser Konzern daher und will ihm irgendwas von Patenten erzählen? Hackts? Percys Unverständnis für die Ausmaße dieses Kampfes sind hier eindeutig sein Vorteil. Er ist da einfach irgendwie der bockige Traditionalist.

Als seine Angestellten und seine Familie anfangen unter dem Gerichtsstreit zu leiden überdenkt er seine Taktik. Doch zunehmend wird ihm klar, dass er hier schon lange nicht mehr seinen eigenen bockigen Streit streitet. Das sein Kampf Auswirkungen auf Farmer überall auf der Welt haben könnte. Er wird sich seiner Verantwortung gegenüber seiner Zunft bewusst und Aufgeben scheint keine Chance mehr.

Mein Fazit

Christopher Walkens stoische Darstellung eines alternden Farmers hätte in den Südstaaten der USA definitiv anders ausgesehen. Doch zum Glück spielt der Film in Kanada. So kommt zu seiner unverwechselbaren Art eine gehörige Prise mehr Herz hinzu. Man greift sich an den Kopf und denkt sich „Percy, ja ist jetzt doof, aber so geht es in der großen Geschäftswelt eben zu!“ Doch gleichzeitig fühlt man mit ihm. Wünscht sich, dass er nicht aufgibt. Für sich, und alle anderen. Und eben da konnte mich Walken wirklich überzeugen da man ihm diesen inneren Kampf mit sich selbst auch ansieht.

Mit einem tollen Supporting Cast und einer schönen Optik in unaufgeregten Farben und Bildern, kann der Film auf jeden Fall gut unterhalten. Monsanto ist vielen sicherlich inzwischen ohnehin ein Begriff als eins der großen Konzern-Feindbilder. Wer eine Auffrischung in Sachen Monsanto-Hassen braucht, ist mit PERCY auf jeden Fall sehr gut beraten!

Ich gebe PERCY 7 von 10 Punkten.

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