See for me

SEE FOR ME – Review zum Heimstart

Den spannenden Home-Invasion-Thriller SEE FOR ME gibt es ab 25. März als Video-on-demand und ab 20. Mai auf DVD und Blu-Ray. Wir haben nicht nur eine Verlosung zum Heimstart – hier erfahrt ihr, worum es geht und warum ihr den Film sehen solltet!

Zum Inhalt von SEE FOR ME

Als die junge Athletin Sophie durch eine Krankheit erblindet, wird ihre vielversprechende Ski-Karriere abrupt beendet. Nun schlägt sie sich mit Gelegenheitsjobs bei wohlhabenden Familien durch. Ihr neuester Auftrag: Cat-Sitting in einer abgelegenen Luxusvilla in Upstate New York. Aus dem vermeintlich langweiligen Job wird ein Kampf ums nackte Überleben, als nachts drei skrupellose, brutale Einbrecher in die Villa eindringen.
Sophies letzte Hoffnung: Die App „See For Me“. Über ihr Smartphone wird sie per Zufall mit der Veteranin Kelly verbunden, die jetzt das Sehen für Sophie über die Webcam übernimmt. Mit vereinten Kräften stellen sich die beiden jungen Frauen den Eindringlingen, die nicht einmal vor einem Mord zurückschrecken.

Meine Review

Der Trailer versprach viel. Eine blinde Protagonistin – noch zumal gespielt von einer auch tatsächlich sehbeeinträchtigten Darstellerin, allein im Haus, es ist dunkel, man sieht streckenweise nur durch die App – klaustrophobischer, düsterer Nervenkitzel mit shaky camera, was will man mehr? 

Im Verlauf des Films stellt sich dabei schnell heraus, dass Sophie trotz ihrer vermeintlichen Beeinträchtigung alles andere als wehrlos ist. Und da spielt der Film ganz schön mit der Glaubwürdigkeit. Währen wir hier bei MARVEL’S DAREDEVIL hätte ich nichts davon hinterfragt. Aber der Film versucht auf realitätsnah zu machen und da sind schon so einige Sachen, die da einfach nicht ganz aufgehen.

Kleines Beispiel, so spoilerfrei es geht? Sophie erschießt jemanden, einzig durch die Navigation von Kelly über die SEE FOR ME App. Ein Mädchen, das (vermutlich!) noch nie eine Waffe in der Hand hatte, bedient diese blind und erschießt jemanden treffsicher nur durch Anweisungen wie „etwas mehr hoch, etwas mehr rechts, und jetzt!“ – von einer Person die Gesamtsituation lediglich durch eine wackelige Handykamera sieht.

Mein Fazit

SEE FOR ME ist trotz dieser Momente die Glaubwürdigkeit doch sehr strapazieren, spannend gemacht. Was mir an dem Film ganz besonders gut gefällt, ist dabei der Umgang mit der Beeinträchtigung. Nicht nur wird die Rolle durch eine wirklich sehbeeinträchtigte Person dargestellt, sondern sie hat auch Ecken und Kanten.

Zu oft sieht man beeinträchtigte Menschen in Filmen und Serien, die einfach nur die lieben und armen Opfer sind, weil sie sich ja nicht wehren können. Diese Menschen bekommen dabei selten die Ehre, tatsächlich einen ausgeformten Charakter zu haben. Sophie ist weder besonders sympathisch, noch ein Opfer. Das macht sie unfassbar menschlich!

Ich gebe SEE FOR ME für spannende Unterhaltung und positive Darstellung von Sehbeeinträchtigung 8 von 10 Punkte!

HIER geht’s zum Interview mit Hauptdarstellerin Skyler Davenport!

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