Serienkritik: STARGIRL (ab 11. April 2021 auf Sky)

Highschool-Schülerin Courtney mutiert zur Superheldin und inspiriert eine Gruppe Mitschüler, die „Justice Society of America“ neu zu gründen, um gegen ein lang verschollenes schurkisches Superhelden-Team zu kämpfen.

Über STARGIRL

Ausgerechnet Nebraska! Highschool-Schülerin Courtney Whitmore (Brec Bassinger) muss mit Mutter Barbara (Amy Smart), Stiefvater Pat (Luke Wilson) und dessen Sohn Mike (Trae Romano) aus Los Angeles nach Blue Valley im ländlichen Nebraska umziehen und ist alles andere als begeistert. Doch dann macht sie im Keller ihres neuen Zuhauses eine aufregende Entdeckung: In einer alten Kiste ihres Stiefvaters findet sie den kosmischen Stab von Starman.

Und das Beste: in ihren Händen erwacht der Stab zum Leben. Ihre ersten Versuche, diese Wunderwaffe zu beherrschen bleiben allerdings nicht unentdeckt. Ein lang verschollenes, schurkisches Superhelden-Team wird auf Courtney aufmerksam und bedroht sie. Doch nach und nach findet sie Mitstreiter in ihrer Schule, gründet eine neue „Justice Society of America“, um die Bösewichte besiegen.

Hier könnt Ihr einen Blick auf den Trailer werfen

Meine Serienkritik

STARGIRL ist die erste Produktion von Geoff Johns nach seiner Zeit als Präsident von DC Comics. In den letzten Monaten gab es viele Anschuldigungen, denen er sich stellen musste. Gerne könnt Ihr detailliert darüber im Artikel von The Hollywood Reporter nachlesen. Darum soll es heute aber hier nicht gehen.

Für den Comiczeichner und Produzenten war STARGIRL ein sehr persönliches Projekt: Als er die Figur 1999 erfand, widmete er sie seiner Schwester Courtney, die drei Jahre zuvor bei einem Flugzeugunglück ums Leben gekommen war. Die Serie erschuf er eigens für das Streamingportal DC Universe. 

Und so ist die neue Serienheldin ein zunächst unscheinbares Highschool-Mädchen, das Bösewichte mit gewaltigen Superkräften überrascht. Die Jugendliche stößt allerdings nur zufällig auf ihre übermenschlichen Fähigkeiten, nebenbei muss sich Courtney auch mit ihren normalen Teenager-Problemen auseinandersetzen: Stunk mit den Eltern, im neuen Ort Freunde finden und Mobbing in der Schule sind für Courtney genauso große Themen wie das Entdecken ihrer Kräfte. 

Doch kurz nachdem Courtney die Herausforderung als Stargirl annimmt, geht alles recht zackig. Und hier kommen wir auch gleich zu meinem größten Kritikpunkt: Courtney will Gerechtigkeit für die ermordete Justice Society of America (JSA) erwirken – und zwar so schnell wie möglich. Und so folgt im weitesten Sinne ein Kampf dem Nächsten. Doch ich erwische mich dabei, dass ich mir wünschte, sie hätte noch etwas Zeit gehabt sich zu finden, bevor sie direkt gegen die ultimativen Bösen antreten muss. Dadurch fühlt sich das Tempo der Show etwas klobig und gehetzt an – ein bisschen Entschleunigung würde der Serie ganz gut tun. Ich hätte sie lieber länger bei der Entwicklung ihrer Kräfte beobachtet.

Für diese Review standen mir leider nur vier Episoden zur Verfügung, so dass ich noch nicht wirklich sagen kann, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln wird. Was ich allerdings erwähnen muss: Pluspunkte gibt es auf jeden Fall für die Optik und den Look der Serie: Die Spezialeffekte sind fantastisch! Hinzu kommt eine ausgefeilte Kameraführung und gut choreografierte Action. In meinen Augen steht STARGIRL anderen Shows des gleichen Genres in nichts nach.  

Für wen das was ist… 

Obwohl die Serie STARGIRL ab dem 11. April 2021 auf Sky anläuft, könnte diese Superhelden-Geschichte auch aus dem Hause Disney stammen. Es ist seichte aber gut gemachte Serien-Unterhaltung für die ganze Familie. Fans von Hannah Montana mit einem Faible für Superheroes könnten auch angetan sein. 

Fazit

Eigentlich ganz charming – allerdings für die richtige Zielgruppe. Ich fühle mich ein wenig zu Erwachsen für diese Show. Trotzdem denke ich, wird sie bei einem jüngeren Publikum wahrscheinlich gut ankommen. Mir gefällt, dass DC hier eine weibliche Teenie-Figur als Heldin wählt – und damit ein starkes Vorbild für die Zielgruppe schafft. 

Von mir gibt es gutgemeinte 6,5 von 10 Punkte. 

Ausstrahlungstermine

Ab 11. April 2021 immer sonntags ab 20.15 Uhr in Doppelfolgen auf Sky One sowie parallel auf Sky Ticket und über Sky Q auf Abruf.

Hauptdarsteller:

  • Brec Bassinger: Courtney Whitmore / Stargirl
  • Yvette Monreal: Yolanda Montez / Wildcat
  • Anjelika Washington: Beth Chapel / Doctor Mid-Nite
  • Cameron Gellman: Rick Tyler / Hourman
  • Trae Romano: Mike Dugan
  • Jake Austin Walker: Henry King Jr.
  • Meg DeLacy: Cindy Burman / Shiv Neil Jackson: Jordan Mahkent / Icicle
  • Christopher James Baker: Henry King Sr. / Brainwave
  • Amy Smart: Barbara Whitmore
  • Luke Wilson: Pat Dugan / S.T.R.I.P.E.

Nebendarsteller:

  • Joel McHale: Sylvester Pemberton / Starman
  • Lou Ferrigno, Jr.: Rex Tyler / Hourman
  • Brian Stapf: Ted Grant / Wildcat
  • Henry Thomas: Charles McNider / Doctor Mid-Nite
  • Hunter Sansone: Cameron Mahkent
  • Joy Osmanski: Paula Brooks / Tigress
  • Neil Hopkins: Lawrence „Crusher“ Crock / Sportsmaster
  • Nelson Lee: Dr. Ito / Dragon King
Fotos: © 2020 Warner Bros. Entertainment Inc. All rights reserved.

2 Kommentare

  1. … ja für einen regnerischen Sonntag mit der/dem Liebsten an der Seite angekuschelt … okay … mehr aber auch nicht … ach ja, eine Schale Popkorn sollte auch dabei sein. Was mich halt stört, sind diese typischen US-Teenager-Pubertätsallüren im Film und der Umgang der Erwachsenen damit, alles wird abgenickt, weil man Freund und nicht Erziehungsberechtigter sein möchte.

    1. @Rummel: Ja, ich weiß, was Du meinst. Es wird natürlich auch am Anfang genauso etabliert mit der Mutter-Tochter-Beziehung – aber ich frage mich auch immer, warum keiner strenger durchgreift. Aber vielleicht würde dann die Story nicht so funktionieren, wie DC es erzählen will?
      Schönen Start in die Woche!

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