Review zum Start der 2. Staffel von EUPHORIA (Sky)

Nach dem großen Erfolg der ersten Staffel von EUPHORIA ist die zweite Staffel ist ab dem 10. Januar auf Sky zu sehen.

Darum geht’s in der Serie

EUPHORIA erzählt die Geschichte der 17-jährigen Rue (Zendaya), die einen Drogenentzug hinter sich hat, aber von Kokain und Opioiden nicht loskommt. Inmitten der verschlungenen Lebenswege in der Stadt East Highland, muss Rue Hoffnung finden und gleichzeitig den Druck von Liebe, Verlust und Sucht bewältigen. Kann ihr die Freundschaft zur transsexuellen Jules (Hunter Schafer) neuen Halt geben?

Das radikale und schonungslos ehrliche Porträt der Generation Z trifft genau den Zeitgeist. Drogensucht, Mobbing, Depression – EUPHORIA lässt kein Tabuthema aus und zeigt alles mit nie gesehener Explizität.

Hier könnt Ihr einen Blick in den Trailer werfen

Good To Know…

Die von Sam Levinson entwickelte, geschriebene und inszenierte Dramaserie mit der Emmy-Preisträgerin Zendaya in der Hauptrolle kehrt in der Nacht vom 9. auf den 10. Januar – parallel zur US-Ausstrahlung – mit acht neuen Episoden zu Sky zurück. Jede Woche gibt es eine Episode in der Originalfassung auf dem Streamingdienst Sky Ticket und über Sky Q auf Abruf. Die synchronisierte Fassung wird voraussichtlich Anfang April auf Sky Atlantic ausgestrahlt.

In der zweiten Staffel wieder mit dabei: Emmy-Preisträgerin Zendaya, Hunter Schafer, Nika King, Eric Dane, Angus Cloud, Jacob Elordi, Algee Smith, Sydney Sweeney, Alexa Demie, Barbie Ferreira, Maude Apatow, Javon Walton, Dominic Fike, Storm Reid und Austin Abrams.

Ach, da war doch was…

Ich habe EUPHORIA tatsächlich erst zum Jahresende entdeckt, irgendwie hatte ich den Start der ersten Staffel auf SKY verpasst. Vorweg: Die Serie ist keine leichte Kost. Mit gnadenloser Ehrlichkeit zeigt sie das Leben eines jugendlichen Junkies und seinen Verstrickungen in einer amerikanischen Kleinstadt. Dabei zeichnet das Highschool-Drama mit einfühlsamer und kunstvoller Visualität ein Bild der „Teenage Angst“, das abschreckend und anziehend zugleich ist. 

Warten auf Staffel 2…

Zweieinhalb Jahre mussten Fans der Serie auf die Fortsetzung warten: Covid-19 hatte die Dreharbeiten verzögert.  Für die Charaktere ist hingegen kaum Zeit vergangen. Niemand ist auf der Leinwand wesentlich gealtert. Für mich ist die späte Entdeckung fast ein Glücksfall, denn ich konnte fast nahtlos die zweite Staffel weiterschauen.

Sieben Episoden lagen mir für die Besprechung vor und mein Zwischenfazit: Season 2 steht der Ersten in Nichts nach. Jede Episode wird wieder von Hauptprotagonistin Rue erzählt. Sie hat dabei wieder etwas von einer Märchenerzählerin, die wahrscheinlich semi-zuverlässig in jeder Folge etwas über die Figur der Woche preisgibt. Sex, Drogen, Depressionen, Gewalt. Nichts wird geschönt. Stereotype werden gekonnt genutzt, um später mit diesen aufzuräumen. Neben Rue und ihrem Crush Jules, gäbe es da noch den schönen Sport-Jock, der mit seinen Vater-Problemen nicht klarkommt – und seine Wut an allen Anderen auslässt. Es gibt Intrigen und Zoff in der Welt von Queen-Bee Maddy und ihren Side-Kicks Cassie und Lexi. Und natürlich versucht sich das Curvy-Girl der Highschool sich als Cam-Girl. 

I’m just a Teenage Dirtbag, Baby

Alleine die erste Folge der neuen Staffel gibt den Ton an. Ohne viel zu spoilern, werden wir mit viel Nacktheit, Gewalt, einem blutigen Penis und einer wilden und krassen Silvesterparty konfrontiert. EUPHORIA hat nicht an Fahrtwind verloren. 

Unabhängig von den plakativen und krassen Realität-Schockern: Was die Serie besonders gut einfängt, ist das Gefühl, dass ich vorhin schon mit dem Ausdruck „Teenage Angst“ angedeutet habe. Dieses Gefühl, dass Alles, was in den formenden Jahren passiert, egal wie groß oder klein, fast lebenswichtig ist. Alles Gute ist paradiesisch, alles Schlechte ist ein Weltuntergang.

Um das besser zu verdeutlichen: In einer Szene wird in der zweiten Staffel ein Mädchen in seinem Schlafzimmer von einem bewaffneten Eindringling gezwungen, an einem russischen Roulette-Spiel teilzunehmen. Nach diesem traumatischen Erlebnis, zeigt die Kamera einen Schwenk auf das Handy des Mädchens, das eine Nachricht von einer Freundin erhält: Ihr Gespräch mit ihrem Freund wäre der Horror gewesen!

Fazit

Wenn ich mir überlege, wie seicht meine Teenagerzeit war, hoffe ich sehr, dass die in EUPHORIA gezeichnete Welt extrem überspitzt und allerhöchstens eine Seltenheit ist. Trotzdem muss ich sagen, dass mich die zweite Staffel wieder überzeugt hat. Vom Schauspiel über das Drama, über die Verflechtungen der Charaktere bis hin zur Tiefe der Handlung. Ich bin all in. Nicht happy über ihre abgefuckte Welt, aber gecatcht!

Daher 9 von 10 Punkten!

 

 

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