Review und Podcast zu RUN THE WORLD (Starzplay)

Starzplay veröffentlicht am 16. Mai die neue Comedyserie RUN THE WORLD von Leigh Davenport, die zusammen mit Showrunnerin Yvette Lee Bowser als Produzentin fungiert. Ihr sucht eine anständige neue Girl Squad Serie? Dann wird euch hier geholfen! Achja und mit zwei der Ladies durfte ich sogar plauschen…

 

Zur Handlung von RUN THE WORLD

Das in Harlem angesiedelte RUN THE WORLD folgt einer Gruppe von klugen, humorvollen und lebensfrohen schwarzen Frauen in den Dreißigern – überaus loyale beste Freundinnen –, die in Harlem leben, arbeiten und sich vergnügen. In ihrem Streben nach der Weltherrschaft erlebt jede von ihnen Höhen und Tiefen in der Karriere, sexuelle Beziehungen und Liebeskummer, was sie dazu veranlasst, ihre Identität und ihre Lebensziele zu hinterfragen.

Im Kern ist RUN THE WORLD eine authentische und unerschrockene Serie über eine beneidenswerte Freundschaft, in der es nicht nur ums Überleben geht, sondern um das gemeinsame Weiterkommen. In den Hauptrollen der Serie spielen Amber Stevens West („The Carmichael Show“, „Greek“) als Whitney, eine Perfektionistin, die fast immer die Regeln befolgt; Andrea Bordeaux („Navy CIS: L.A.“) als Ella, eine verwegene Romantikerin auf der Suche nach ihrer wahren persönlichen und beruflichen Bestimmung; Bresha Webb („Marlon“) als Renee, eine temperamentvolle, vor der Scheidung stehende Diva mit einer scheinbar erfolgreichen Karriere; und Corbin Reid („Valor“) als Sondi, eine Karrierefrau, die ihre beruflichen und privaten Prioritäten neu überdenkt.

Zur Besetzung zählen außerdem die bereits angekündigten Stars Stephen Bishop (Die Kunst zu gewinnen – Moneyball, „Imposters“) als Matthew, Tosin Morohunfola („Black Lightning“) als Ola, Erika Alexander („Living Single“) als Barb, Nick Sagar („Queen of the South“) als Anderson, Jay Walker („Grey’s Anatomy“) als Jason und Gaststars Tonya Pinkins als Gwynn („All My Children“) sowie Rosie O’Donell als Therapeutin Dr. Nancy Josephson.

Meine Review

Im Genre der Girl Squad Serien hat ja Jede so ihr Hauptzielpublikum. So ist stehen bei SEX AND THE CITY einfach erfolgreiche weiße Frauen im Fokus, GIRLS spricht eher die Mid-20er an, WORKING MOMS ist für die Muddies. Das Spektrum ist relativ gestreut, doch was auffällt ist einfach, dass, bis auf wenige Ausnahmen, die dargestellten Frauen fast ausschließlich weiß sind. Der Markt ist überfüllt mit weißen Frauen. Enter RUN THE WORLD.

Ich brauch da auch gar nicht groß um den Brei herum reden. Denn der Fakt, dass es hier um Repräsentanz der BIPOC Frauen geht ist eindeutig der Unique Selling Point der Serie. Kulturell und Gesellschaftspolitisch bedingt gibt es dadurch natürlich auch inhaltlich einige Abweichungen von der normalen Formula. So steht Whitney kurz vor der Eheschließung mit einem Nigerianer. Dabei tauchen wir in die Nigerianische Sub-Szene New Yorks ein, welche ich so noch nie gesehen habe. Auch spielt die Hautfarbe unserer Leading Ladies trotz des Harlem Settings natürlich sozial eine Rolle.

Mein Fazit

Klar könnte man also sagen „It’s SEX AND THE CITY but in black“ – isses nur halt einfach nicht. Hautfarbe ist soviel mehr als Melanin und so schafft RUN THE WORLD einfach viel mehr als bloße Repräsentanz. Aber keine Sorge – vordergründig handelt es sich um eine Comedy Serie. Deswegen stehen gute Unterhaltung und Spaß im Fokus. Und den hab ich hier durchaus gehabt!

In unserem Podcast Das SerienSprechzimmer hört ihr mein Interview mit Amber West Stevens und Corbin Reid erfahrt ihr noch etwas mehr über die Rolle von Harlem und die Zusammenarbeit mit der legendären Stylistin Patricia Field, welche auch schon SEX AND THE CITY stylte!

Ich vergebe RUN THE WORLD 7 von 10 Punkten. Es ist eine gute und wichtige Comedyserie – nur leider bin ich generell nicht so der Frauenserien-Gucker. Für eben solche aber sicher eine Empfehlung wert!

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