Dr. Strange MoM

DOCTOR STRANGE IN THE MULTIVERSE OF MADNESS – Review

Seit kurzem läuft DOCTOR STRANGE IN THE MULTIVERSE OF MADNESS in den Kinos und Marvel Fans sind gehyped. Kann der Film dem Hype gerecht werden? Ich berichte euch, wie ich ihn fand. Doch vorab möchte ich kurz maximal spoilerfrei darauf eingehen, welche Medien ihr unbedingt gesehen haben solltet, um den Film richtig verstehen und wertschätzen zu können!

Darum geht’s in DOCTOR STRANGE IN THE MULTIVERSE OF MADNESS

Das Universum gerät spektakulär aus den Fugen: In DOCTOR STRANGE IN THE MULTIVERSE OF MADNESS sprengen die Marvel Studios die Grenzen des MCU und laden das Publikum auf eine atemberaubende Reise durch das Multiversum ein, die alles bisher Dagewesene auf den Kopf stellen wird. 

Die junge Frau America Chavez ersucht dabei Strange’s Hilfe, denn mysteriöse Monster verfolgen sie. Als Strange Wanda Maximoff zurate zieht, wird das Chaos immer größer. Viel mehr kann man dazu nicht sagen, denn alles Weitere würde nur spoilern!

Film noch nicht gesehen? DAS müsst ihr vorab wissen (spoilerfreier Part)

Die Filme des MCU sind längst keine einfachen Unterhaltungsfilme mehr. Wer unwissentlich in einem der aktuellen Filme sitzt, wird in den meisten Fällen massiv verwirrt, denn die Filme setzen unfassbar viele Vorkenntnisse vergangener Filme – und mittlerweile auch Serien voraus. Hier mal die Medien, die ihr mindestens gesehen haben solltet, um DOCTOR STRANGE IN THE MULTIVERSE OF MADNESS halbwegs zu verstehen:

Insbesondere die Serien empfinde ich persönlich als essenziell, da sie den Hintergrund zu vielen Dingen um Wanda Maximoff sowie weiteren auftretende Personen liefern. Ohne WandaVision werdet ihr weder Wandas Motivation noch ein sehr wichtiges Utensil, welches sie benutzt, verstehen können. In Loki und What If wird dagegen vor alle Hintergrundwissen zu den Varianten der Charaktere sowie den Gefahren des Multiversum aufgebaut.

Wie viel Madness ist im Multiverse (HERE BE SPOILERS)

Erneute ausdrückliche Warnung: wer ab hier weiterliest, wird konkrete Informationen zum Handlungsverlauf erhalten. Wenn ihr das NICHT wollt, dann klickt JETZT woanders hin oder rennt weg!

Insgesamt finde ich, dass DOCTOR STRANGE 2 wesentlich weniger viel Madness enthielt, als ich zunächst erwartete, und als der Trailer suggerierte. Die größten Mindfuck Momente wurden hier im Trailer schon ziemlich vorweggenommen. Aber ist ja auch klar: macht bummbumm – bringt Hype.

Was dagegen weniger vorweggenommen wurde, ist der Teil des Films, der eigentlich eine fast schon geradlinige Handlung aufweist. Wanda wurde vom Darkhold korrumpiert und möchte mit allen Mitteln zu ihren Kindern. Dazu braucht sie America und jagt diese. Beim effektiven Showdown zwischen ihr und America wird der Fluch des Darkholds gebrochen, denn die echte Wanda, tief im Inneren, erkennt ihre Fehler und schafft es sich zu widersetzen.

Das Problem mit der Scarlet Witch

Was mir an dieser Stelle leider gar nicht gefiel, war wie Wanda hier, nach den Geschehnissen aus WandaVision praktisch unwiderruflich zur Bösen gemacht wurde. JA, wir, und auch die Charaktere, wissen, dass hier der Fluch des Darkhold in erster Linie Schuld war – aber dennoch wurden durch ihre Hand unzählige Menschen getötet. Davon kehrt man nicht unbeschadet zurück. Ich sehe Wanda nach diesen Taten nicht mehr in den Rängen der Guten stehen. Damit geht das MCU deutlich den Weg der Comics. Doch gerade in und nach WandaVision hatte man noch das Gefühl, sie würde es schaffen ihr Trauma bewältigen. 

In einem großartigen Video von Screen Crush auf YoutTube wird näher erläutert, was mich da stört. Ihr Wandel zum Bösen ist nicht gänzlich unerwartet und neu – aber er kam einfach viel zu schnell. Diese überstürzte Charakterentwicklung widerspricht einfach jeglicher zuvor stattgefundener Charakterentwicklung. Das ganze wirkt wie in Game of Thrones Staffel 8 als Daenerys, die zwar Zeichen von Wahnsinn in sich trug, aber alles in allem eher eine von den Guten war, urplötzlich King’s Landing in Schutt und Asche legt. Der Grundstein für den Wahn ist da, aber es fehlt einfach an nachvollziehbarer Charakterentwicklung bis dahin.

Mein Fazit

DOCTOR STRANGE IN THE MULTIVERSE OF MADNESS ist definitiv der Mindfuck den man nach dem ersten Film und der generellen Entwicklung des MCU erwartet hat. Doch hat der Film dennoch eine sehr klare Handlung. Positiv zu bewerten ist auch, dass Marvel sich mal traut von seiner Standard-Formel abzuweichen. Da gibt es weder einen riesigen CGI-Kampf im dritten Akt noch Sky-Beam. Der Endboss ist Wanda gegen sich selbst, als sie einsieht, dass sie zu dem Monster geworden ist, vor dem ihre eigenen Kinder Angst haben.

Dazwischen bietet der Film natürlich wieder eine heftige Ladung Fanservice. So zum Beispiel Regisseur Sam Raimis bester Kumpel Bruce Campbell, der uns an mehr als einer Stelle an den großartigen Film Evil Dead erinnert. Oder aber die, bereits durch den Trailer angedeuteten, Cameos einiger bekannter Marvel-Charaktere, die man so noch nicht im MCU gesehen hat.

Wenn ihr also richtige Marvel-Jünger seid, dann macht euch auf was gefasst! Als eben solcher gebe ich  8,5 von 10 Punkten! (Abzüge für das, was sie da Wanda angetan haben.)

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